20.000 Euro für ein Hengstfohlen von Boston Nördlingen - Hoch zufrieden waren die Verantwortlichen der vierten Süddeutschen Elite-Fohlenauktion, die am 24. Juli das Abendprogramm im großen Event-Zelt des CSI Nördlingen Scharlachrennen war. Ausverkauftes Haus - rund 1200 Besucher, wohnten dem fast vierstündigen kurzweiligen Auktionsgeschehen bei. Auktionator Hendrik Schulze Rückamp hatte 66 Fohlen im Angebot – 55 wechselten den Besitzer. Im Schnitt brachten die Fohlen 6157,58 Euro.
Das süddeutsche Vermarkterteam hat einmal mehr einen hervorragenden Job gemacht, die letzte große Veranstaltung vom Geschäftsführer der Süddeutschen Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH, Jacob Schmid, war ein schöner Erfolg. Das neue Raumkonzept in der Auktionshalle kam sehr gut an und bot noch mehr Sitzplätze. Die Überschwemmung der Stallzelte, aufgrund des einsetzenden Dauerregens am Freitagnachmittag, hatte man dank des Engagements einiger Beschicker und dem Orga-Team schnell wieder im Griff.
Eine Käufercrew aus Bretten legte für den bewegungsstarken Fuchshengst Brooklyn 20.000 Euro an und sicherte sich noch drei weitere Dressurfohlen. Züchter des Spitzenfohlens ist Hermann Stadelmann aus dem bayerischen Heidenheim. Er hat seine St.Pr.St. Gina von Abanos/Lanciano mit dem Jazz-Sohn Boston, der inzwischen bei Isabell Werth in Dressurausbildung ist, angepaart.
Teuerstes Stutfohlen war eine Tochter des Bundeschampions Quaterback. Ein renommierter Dressurstall nahe Ulm investierte 17.000 Euro in die von Detlef und David Bahnemann aus Schönwalde-Glien gezogene typvolle Quintessa, die aus einer Mutter von Goldkäfer/Rubinstein Noir stammt. Familie Limbecker vom Gut Adelsried am Starnberger See begeisterte sich für einen Sohn aus dem ersten Jahrgang des Süddeutschen Körsiegers Sir Schiwago. Mit 17.500 Euro war er das zweitteuerste Hengstfohlen. Der schicke Sparkling, ein Sohn des Sir Donnerhall aus einer Mutter von Fürst Heinrich, sicherte sich für 16.000 Euro Harald Kocher aus Ditzingen. Der Rapphengst wird einmal Championatsreiterin Maria Siegle zur Verfügung stehen.
Ex-Bundestrainer Kurt Gravemeier legte für einen Sohn des Clinton aus einer Mutter von Non Stop 16.000 Euro an. Gravemeier war noch ein weiteres Mal erfolgreich. Nur einmal musste er sich dem Gebot von Hans Günter Winkler beugen, der Turnierleiter schenkte sich an seinem Geburtstag ein Hengstfohlen aus dem letzten Jahrgang des Springvererbers Landprinz. Ein lackschwarzer Sohn des San Amour mit dem Namen Sensation wechselte für 12.000 Euro zur Verblüffung vieler in einen Springstall nach Baden-Württemberg.
11.500 Euro legte die Pferd24 GmbH aus Selsingen für die bereits als Fohlen zur Championesse gekürten Santa Primera, eine Tochter des süddeutschen Prämienhengstes Stockholm an. Dass die Qualität auf den süddeutschen Elite-Fohlenauktionen passt, hat die Pferd24 GmbH in Nördlingen bewiesen: Auf der ersten Fohlenauktion in Mannheim kauften sie den Diamond Hit/Dream of Glory-Sohn
Diamond of Glory, der in Nördlingen bei den Süddeutschen Championaten der dreijährigen Hengste antrat und mit der Siegerschärpe dekoriert wurde.
Zwei Fohlen nahmen die Brüder Hassmann mit nach Lienen, eines sicherte sich Engarde-Chef Volker Wulff, ein weiteres wird bei Tjark Nagel in Holstein aufwachsen.
Nicht nur Sportställe, auch Hengsthalter und Aufzüchter deckten sich in Nördlingen mit potentiellem Nachwuchs ein. Die Station Sosath steigerte einen Sohn des Süddeutschen Körsiegers Don Diamond, das Gestüt Birkhof nahm zwei Hengstfohlen mit, Heinrich Ramsbrock ist in der Käuferliste zu finden, Dr. Eberhard Senckenberg sicherte sich eine Tochter des Boston, die Neustädter Gestüte können einen Sohn des Diarado ihr eigen nennen.
Das komplette Auktionsergebnis ist auf www.suedpferde.de
26.07.2010 (Pressemitteilung) |