WM Einspänner Pratoni del Vivaro/ITA: Zarembowicz fährt „Traum-Dressur“ Pratoni del Virvaro - Von einer "Gänsehaut-Dressur" haben Zuschauer gesprochen, von einer echten "Traum-Dressur" redete auch Bundestrainer Eckhardt Meyer. Gemeint war die Vorstellung von Thorsten Zarembowicz aus Viernheim mit der Stute Sunrise bei der Weltmeisterschaft der Einspänner in Pratoni del Vivaro in Italien. Die Richter sahen das auch so und gaben Zarembowicz so hohe Noten, dass er nun mit einer umgerechneten Strafpunktzahl von 35,20 mit mehr als sechs Punkten führt.
Die anderen deutschen Fahrer waren bereits am Donnerstag in der Dressur gestartet und hatten ebenfalls starke Leistungen gezeigt. Mareike Harm (Negernbötel) belegt mit Do Marina mit 43,90 Punkten Platz drei hinter dem amtierenden Weltmeister Jan van den Broek aus den Niederlanden mit 41,73 Punkten. Christoph Dieker (Gescher) kommt mit FST Elmor und 46,72 Punkten auf Platz vier. Detlef Böhlmann (Otter) belegt mit Diaz mit 51,58 Platz sieben und Oliver Böhme (Grumbach) kommt mit Pamino auf 56,58 Punkte - Platz 20. Für Böhlmann und Böhme ist es die erste WM. "Wir sind hier optimal eingestellt worden und die Dressur von Thorsten war einfach ein Highlight", sagte Christoph Dieker. Die Fahrer waren eine Woche vor der WM nach Parma ins Trainingslager gefahren, damit die Pferde sich akklimatisieren konnten. "Es war richtig heiß im Trainingslager und Elmor brauchte auch zwei bis drei Tage bis er sich daran gewöhnt hatte, aber jetzt sind alle Pferde gut drauf", erklärte Dieker.
In der Mannschaftswertung führt das deutsche Team, das aus Thorsten Zarembowicz, Mareike Harm und Detlef Böhlmann besteht, mit 79,1 Punkten vor der niederländischen Mannschaft, die auf 95 Punkte kommt. Um die Mannschafts-Medaillen kämpfen 19 Nationen. "Das ist schon sehr gut gelaufen bis jetzt. Im Gelände morgen wollen wir keine Punkte verlieren und den Punktestand am besten so halten", gab Meyer (Hermannsburg) die Devise für den Geländetag aus. "Wir werden nicht ohne Verstand fahren und nicht alles riskieren." Als erster Deutscher startet Zarembowicz. "Er muss die Wege durch die Hindernisse testen, so dass wir den anderen danach wichtige Tipps geben können", erklärt Meyer. Dieker beschreibt das Gelände als "schwierig genug". Acht Hindernisse, die zum Teil am Hang liegen, müssen bewältigt werden. "Es sieht alles sehr ähnlich aus, so dass man nicht viele Anhaltspunkte hat und sich den Weg durch die Tore wirklich ganz genau merken muss", weist Dieker auf eine weitere Schwierigkeit hin.
31.07.2010 (FNpress) |