Apropos Pferd & CSI2* Arena Nova 2016: Eine perfekte Symbiose aus Spitzensport & Messe wird 25 – Hugo Simon gratuliert persönlich
 
Arena Nova - Seit 25 Jahren wird die Arena Nova in Wr. Neustadt Anfang Oktober für vier Tage zum Pferdesport Hotspot, denn die Apropos Pferd verbindet Messe, Show und Spitzensport und bietet damit ein perfektes Programm für alle Pferdefreunde und die, die es noch werden wollen.
 
Hugo Simon gratuliert persönlich

Publikumsliebling Hugo Simon, der erst kürzlich im Rahmen des Vienna Masters 2016 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten hatte, will nur mehr bei ausgewählten Turnieren an den Start gehen in Zukunft. Die Arena Nova hat er nicht nur wegen seiner Freundschaft zu Veranstalter Michael Rösch fix auf seinem Turnierplan: „Ich freue mich auf die Arena Nova weil da immer sehr gute Stimmung ist und das jedes Jahr das Optimale für Reiter und Pferd gemacht wird.“
 
Ist Hugo heuer wieder in Rekordlaune?

2014 siegte Österreichs Ausnahmespringreiter Hugo Simon mit seinen damals 72 Jahren im Großen Preis vom Sportland Niederösterreich und war damit der älteste Reiter, der jemals einen internationalen Grand Prix gewonnen hatte. Er wäre aber nicht Hugo Simon wenn er nicht 2015 dann erneut gewonnen hätte, seinen eigenen Rekord wieder eingestellt und gleichzeitig einen neuen aufgestellt hätte. Damit ist er nicht nur der älteste Grand Prix Sieger auf dem internationalen Parkett sondern auch der einzige Reiter, der drei Mal den Großen Preis vom Sportland Niederösterreich gewonnen hat.
Macht Hugo heuer den Hattrick perfekt und wird der erste Reiter in der 25-jährigen Geschichte der Apropos Pferd und dem CSI Arena Nova der drei Mal in Folge den Großen Preis vom Sportland Niederösterreich gewinnt?
 
APROPOS PFERD 2016
Internationales Springturnier
CSI2* Arena Nova
06.-09. Oktober 2016
www.csi-arenanova.at Eintritt im Messepreis inkludiert
 
Messe
4 Hallen (11.500 m²) Freigelände (ca. 33.000 m²)
06. – 09. OKTOBER 2016
täglich 9:00 - 19:00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene … € 18,00
Uniformierte, Studenten … € 16,00
Senioren Donnerstag und Freitag … € 10,00
Senioren Samstag und Sonntag … € 16,00
Behinderte mit Ausweis … € 16,00
Familienkarte bis 3 Kinder/2 Erw. … € 45,-
Blinde/Rollstuhlfahrer Begleitperson … je € 10,00
Kinder (6 bis 15 Jahre) … € 10,00
Freitag Nachmittag Erwachsene … € 9,00, Kinder … € 3,00

Donnerstag Familientag – Erwachsene € 13,00 & Kinder 6 bis 15 J. € 3,--

Tickets im Vorverkauf über TicketJet


27.09.2016
(Pressemitteilung)

EM Montelibretti: Doppel-Silber für Junge Reiter - Hella Meise ist mit First Flights Beauty Vielseitigkeits-Vizeeuropameisterin der Jungen Reiter
 
Montelibretti - Bei den Europameisterschaften der Nachwuchsvielseitigkeitsreiter in Montelibretti in Italien haben die deutschen Jungen Reiter wie im Vorjahr die Silbermedaille im Team gewonnen, dazu gab es Silber in der Einzelwertung für Hella Meise (Gütersloh) mit First Flights Beauty.

Die Europameisterschaften der Jungen Reiter fanden gemeinsam mit den Junioren im Militärreitzentrum in Montelibretti in der Nähe von Rom statt. Wie ihre jüngeren Kollegen lagen auch die U21-Reiter sowohl nach Dressur und Gelände auf Goldkurs – sowohl in der Team- als auch der Einzelwertung. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Tina Krüger (Eching) kassierte mit Dolce Mia vier Abwürfe, Hanna Knüppel (Kisdorf) zwei und die bis dahin auch in der Einzelwertung führende Sportsoldatin Marie-Sophie Arnold aus Warendorf ebenfalls drei Abwürfe. Auf ihr lastete am Ende der ganze Druck, zumal Flora Reemtsma (Groß Walmstorf) ihren Ikarosz vor der Verfassungsprüfung zurückgezogen hatte und die Mannschaft somit nur noch zu dritt war. Bereits der erste Abwurf kostete Teamgold, der Fehler am letzten Sprung den Einzeltitel. Mit 54,4 Minuspunkten wurde Arnold Vierte vor Hanna Knüppel, die am Abend zuvor noch auf Platz drei gelegen hatte.

Auch Einzelreiterin Rebecca Juana Gerken (Rümpel), nach Dressur und Gelände Zweite, kam nicht strafpunktfrei ins Ziel. Wie Arnold kassierte sie drei Abwürfe und beendete die EM damit auf Platz sechs. Die deutsche Mannschaft sicherte sich mit einem Endstand von 177,9 Minuspunkten Silber hinter den Franzosen mit 169,9 Minuspunkten. Bronze ging an die Mannschaft des Gastgebers Italien (207,2), die neben den Belgiern (235,8/Platz vier) als einzige Mannschaft die EM in kompletter Besetzung beendete.

Den Vogel schoss damit Hella Meise ab, die erstmals ein Championat für Deutschland bestritt und sich während der drei Tage kontinuierlich steigerte. Nach der Dressur noch 18te, beendete sie die anspruchsvolle Geländeprüfung mit ihrer Trakehner Stute First Flight Beauty ohne Strafpunkt und rückte damit auf Platz sechs in der Einzelwertung vor. Den Parcours bewältigte sie mit nur einem Abwurf und konnte danach miterleben, wie einer nach dem anderen hinter ihr Endergebnis von 53,7 Minuspunkten zurückfiel. Einzig die Französin Marie Charlotte Fuss mit Sillas de la Nee konnte sie mit einer Nullrunde und einem Endergebnis von 51,8 Minuspunkten vor ihr platzieren und damit den Titel gewinnen. Für Hella Meise gab es die Silbermedaille. „Damit hätte ich nie gerechnet. Ich wollte einfach nur eine gute Leistung abliefern“, sagte sie. „Im Grunde bin ich ganz froh, dass ich als Einzelreiterin am Start war und damit ohne Druck reiten konnte.“ Die Bronzemedaille konnte sich mit Alexis Goury mit Trompe L’Oeil D’Emery mit 53,9 Minuspunkten sichern.

„Die beiden Silbermedaillen und die Plätze vier bis sechs sind ein tolles Ergebnis, das sich sehen lassen kann, auch wenn nach Dressur und Gelände die Hoffnungen natürlich hochgesteckt waren. Zusammen mit den beiden Goldmedaillen für unsere Junioren war das ein insgesamt sehr erfolgreiches Championat“, zog Equipechefin Hanna Rogge ihr Fazit.

Für Tierarzt Wolfgang Leistner war die EM in Montelibretti nach 35 Jahren der letzte Einsatz als Mannschaftstierarzt bei einem Championat. Auch für Bundestrainer Rüdiger Schwarz (66) ging eine Ära zu Ende. 1987 hatte zunächst das Amt des Bundestrainers der Pony-Vielseitigkeitsreiter übernommen, später dann das Training der Junioren und Jungen Reiter und der Perspektivgruppe Vielseitigkeit. Während dieser Zeit sammelten seine Nachwuchsreiter mehr als 80 Medaillen bei Championaten, davon alleine 36 goldene – die ganz aktuellen eingerechnet.


25.09.2016
(FNpress)

EM Montelibretti: Doppel-Gold für deutsche Junioren - Anais Neumann und Pumuckel E sind neue Europameister
 
Montelibretti - Die deutsche Juniorenmannschaft hat bei den Vielseitigkeitseuropameisterschaften in Montelibretti in Italien erfolgreich den Titel verteidigt und mit 126,6 Minuspunkten die Goldmedaille vor Frankreich (131,3) und Großbritannien (143,5) gewonnen. Darüber hinaus sicherte sich Anais Neumann (Nürmbrecht) mit Pumuckel E den Titel in der Einzelwertung.

Nach Dressur und Geländeritt war das deutsche Quartett mit komfortablem Vorsprung auf das französische Quartett ins Springen gestartet. Am Ende wurde es aber dann doch eng. Ausgerechnet dem mit Abstand führenden Jerome Robiné (Darmstadt) mit Guccimo R unterliefen im Parcours drei Abwürfe. „Damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. An sich ist er im Springen sehr vorsichtig. Aber es ist eben noch nicht so unerfahren und wirkte am Ende doch ein bisschen müde“, sagte Jerome Robiné ein bisschen enttäuscht. Mit 45,4 Minuspunkten fiel der 18-Jährige auf Platz sieben der Einzelwertung zurück. An seiner Stelle durfte sich die Deutsche Meisterin Anais Neumann (Nürmbrecht) mit Pumuckel E die Goldmedaille in der Einzelwertung umhängen lassen. Vor dem Springen noch an zweiter Stelle, brachte sie ihr Ergebnis von 38,5 Minuspunkten nach Dressur und Geländeritt mit einer Nullrunde sicher nach Hause. Ebenfalls fehlerfrei blieb auch Vizemeisterin Emma Brüssau (Schriesheim) mit der Trakehner Stute Donnerstag, punktete mit 42,7 Minuspunkten fürs Team und rückte selbst bis auf Platz vier in der Einzelwertung vor. Ein Abwurf unterlief dagegen Titelverteidigerin Johanna Zantop (Kirchheim/Teck) mit FBW Santana’s Boy, dazu kam ein Zeitstrafpunkt. Ihr „Streichergebnis“ von 46,9 Minuspunkten reichte aber immer noch für Platz zehn.

Nur zwei Plätze dahinter, auf Rang zwölf, landete Einzelreiterin Lara Schapmann (Ostbevern) mit Quinzy Royal mit 49,9 Minuspunkten. Ihr unterlief ebenso ein Abwurf wie der zweiten Einzelreiterin Caecilia Reemtsma (Großwalmstorf), die mit 73,8 Minuspunkten ihr erstes Championat im Mittelfeld auf Platz 41 beendete.

Die Silbermedaille in der Einzelwertung ging wie im Vorjahr der ehemalige Ponyeuropameister Victor Levecque mit Phunambule des Auges aus Frankreich, Bronze ging an die Schwedin Sofia Sjoborg mit DHI Mighty Dwight.


25.09.2016
(fn-press)

Ludger Beerbaum: Nach 158 Starts für Deutschland ist Schluss - Rekord-Springreiter beendet aktive Karriere im Nationalteam
 
Barcelona - Im August 1985 fing es an. In der irischen Hauptstadt Dublin ritt Ludger Beerbaum seinen ersten Nationenpreis im deutschen Springreiter-Team. 133 Starts bei den internationalen Mannschaftswettkämpfen und 24 Championatsteilnahmen sollten folgen. Wie bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro angekündigt, hat Beerbaum am Samstagabend in Barcelona seine Karriere im Nationalteam beendet. Als Einzelreiter will er dennoch weiterhin international starten.

Mit einem Sieg im Nationenpreis-Finale in der katalanischen Metropole, wo er 1992 mit Classic Touch einen seiner größten Erfolge feierte, den Gewinn seiner olympischen Einzel-Goldmedaille, verabschiedet sich Beerbaum also aus der deutschen Springreiter-Equipe. Der Reiterei wird er aber natürlich erhalten bleiben. Schließlich will er weiterhin bei internationalen Turnieren antreten. Außerdem hat er zu Hause in Riesenbeck ein Unternehmen zu leiten. Dort führt er einen Trainingsstall, in dem junge und talentierte Reiter und Pferde ausgebildet werden, dort finden Turniere statt und wird Pferdezucht betrieben. „Das Leben hat es gut mit mir gemeint. Es gab Höhen und Tiefen in meiner Karriere. Aber es war eine tolle Zeit und ich bin mit mir im Reinen.“ In den kommenden Monaten will er kürzer treten, auch mal in den Urlaub fahren. Konkrete Turnierpläne, etwa für die Weltcup-Saison, habe er aber noch nicht.

Bereits nach der Mannschaftsentscheidung bei den Olympischen Spielen im August hat der 53-jährige angekündigt, künftig nicht mehr für die deutsche Mannschaft zu starten. „Es war ein schönes Gefühl, noch einmal gebraucht zu werden und das in mich gesetzte Vertrauen auch zurückgeben zu können“, sagte er damals. Einen Tag zuvor hatte er mit seinem Holsteiner-Wallach Casello dem deutschen Team dank einer entscheidenden Nullrunde die Teilnahme am Stechen um die Bronzemedaille ermöglicht, die am Ende auch gewonnen wurde. „Meine Pferde sind noch nicht so alt, ich bin es schon. Ich spüre den Atem der jüngeren Reiter in meinem Nacken. Der gesamte Sport und vor allem die Leistungsdichte haben sich extrem weiterentwickelt in den letzten Jahren. Es wird Zeit, Platz für Jüngere zu machen. Natürlich wollte ich meine Karriere nicht einfach so auslaufen lassen, sondern den richtigen Moment erwischen.“

Den hat er nun in Barcelona abgepasst. Wie 1985 alles Anfing, daran kann sich Peter Hofmann, Vorsitzender des Springausschusses und Chef des traditionsreichen Mannheimer Maimarkt-Turniers, noch gut erinnern. „Der damalige Bundestrainer Hermann Schridde bat mich damals um eine Wildcard für Ludger Beerbaum. Er war sehr gut platziert im Großen Preis und erhielt anschließend die Startgenehmigung für Aachen. So nahm das Schicksal seinen Lauf“, erzählt Hofmann. Somit könnte man Mannheim als Startpunkt der großen Karriere betrachten. Seine ersten Nationenpreise ritt Beerbaum ebenfalls im Jahr 1985.

„Seine Entscheidung, in Barcelona den Abschied aus der Nationalmannschaft zu nehmen, nötigt mir großen Respekt ab, ist es ihm doch gelungen, auf der Höhe der Zeit aufzuhören. Diese Entscheidung im richtigen Moment zu treffen ist nur ganz wenigen gegeben und das macht einen großen Sportler aus“, sagt Hofmann. „Natürlich ist auch ein Stück Wehmut dabei, geht doch eine große Ära zu Ende. Er war fast 30 Jahre lang ein wesentlicher Garant für die Erfolge Deutschlands und ist in vielerlei Hinsicht ein Vorbild und das Aushängeschild des deutschen Springsports. Stets hat er sich mit Vehemenz für unseren Sport und auch für unseren Verband in der Öffentlichkeit eingesetzt. Zielstrebigkeit und Kompromisslosigkeit zeichnen ihn aus, er geht keinem Streit aus dem Weg, aber nur so kommt man weiter.“

Vorbild, Familienmitglied, Ratgeber

Einer, der Ludger Beerbaum ebenfalls seit seinen Anfängen im Parcours kennt, ist Heinrich-Wilhelm Johannsmann. „Ich habe altersmäßig einen kleinen Vorsprung und ihn in seinen jungen Jahren mit seinem Pferd Wetteifernde erlebt. Es ist einfach imponierend, wie er sich nach vorne gearbeitet hat und über Jahrzehnte unter den ersten Zehn der Weltrangliste ist. Das ist seine Motivation, immer einer der Besten zu sein“, sagt Johannsmann, der Beerbaum als akribisch, präzise und zukunftsorientiert beschreibt.

Die beiden ritten lange Jahre auch gemeinsam auf internationalen Turnieren. „In meiner aktiven Zeit sind wir zusammen die großen Parcours abgelaufen und haben uns gemeinsam vorbereitet“, erinnert sich Johannsmann. „Ludger Beerbaum war immer kurz vorher noch der Anlaufpunkt, mit dem Dinge besprochen wurden. Er kannte nicht nur seine Pferde, hat sich nicht nur auf seine Reiterei konzentriert, sondern er kannte auch die Pferde seiner Mitstreiter und deren Reitweisen. Er hatte immer noch den ein oder anderen Tipp kurz vor dem Parcours.“

Seine erste Olympische Medaille gewann Ludger Beerbaum 1988 in Seoul – Teamgold. Einer seiner Mannschaftskollegen war seinerzeit Wolfgang Brinkmann. „Ludger Beerbaum war damals blutjung, er ritt in der Mannschaftswertung nicht sein eigenes Pferd, sondern bekam The Freak zur Verfügung gestellt. Da dachte ich mir auch, was das jetzt wohl wird. Er war direkt vor mir dran als erster Starter und legte eine Nullrunde hin, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, das war einfach fantastisch und hervorragend“, sagt Brinkmann. „Seine Entscheidung kann ich angesichts seines Alters absolut verstehen. Aber er wird fehlen, besonders in solchen Situationen, wie wir sie gerade in Rio gehabt haben. Diese Nerven muss erstmal einer haben.“

Als einen ganz wichtigen Teil seines Teams beschreibt Ludger Beerbaum immer wieder Madeleine Winter-Schulze. Ihr und ihrem verstorbenen Mann gehörten und gehören seit vielen Jahren die erfolgreichen Pferde, die Beerbaum im Parcours ritt und noch immer reitet, wie zum Beispiel seine aktuellen Pferde Chiara und Casello. „Als mein Mann und ich einen Reiter für unsere Pferde gesucht haben, sagte der damalige Bundestrainer Herbert Meyer, dass wir den besten nehmen müssen, und das sei Ludger Beerbaum. Und so ist es gekommen“, erinnert sich die große Unterstützerin des deutschen Pferdesports. Das Gespräch fand 1997 während des Wiesbadener Pfingstturniers statt. Seitdem sind die Namen Beerbaum und Winter-Schulze nicht mehr zu trennen. „Ludger ist für mich ein Familienmitglied und ich bin es für ihn“, sagt Madeleine Winter-Schulze.

Mehr als 30 Jahre lang war Beerbaum für die deutsche Equipe im Einsatz. „Er hat sich vom jungen Wilden zum Leitwolf entwickelt und vielen Championatsmannschaften seinen Stempel aufgedrückt“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. „Diese Championatskarriere ist ziemlich einzigartig.“ Bei insgesamt 24 Championaten ist Beerbaum für Deutschland angetreten, dabei hat er 21 Medaillen gesammelt. Vier goldene und eine bronzene bei Olympia, zwei goldene sowie je eine silberne und bronzene bei Weltreiterspielen und sechs goldene, vier silberne sowie zwei bronzene bei Europameisterschaften. Neun Mal war Beerbaum deutscher Meister. Mit 134 Nationenpreis-Starts ist er unbestrittener Rekordhalter. 105 Starts hat Hans-Günter Winkler gesammelt.

Nicht nur unzählige Pferde hat Beerbaum in den großen Sport gebracht. Auch für junge Reiter war er immer ein wichtiger Ratgeber. „Was er mir an Erfahrung und Motivation mitgegeben hat, das kann man gar nicht in Worte fassen“, sagt Daniel Deußer. Der 35-Jährige hat seit 2013 seine ersten vier Championate allesamt an der Seite von Ludger Beerbaum bestritten und drei Medaillen mit ihm gesammelt. In Barcelona bestritten die beiden jetzt einmal mehr zusammen das Nationenpreisfinale. „Er war vom Beginn meiner Karriere an bei allen wichtigen Prüfungen dabei und war immer der große Motivator. Schon als kleiner Junge habe ich vor dem Fernseher gesessen, wenn er geritten ist. Er war und ist eines meiner großen Vorbilder. Als Teammitglied wird er fehlen, aber er wird ja weiterhin als Ratgeber mit all seiner Erfahrung an unserer Seite sein.“ jbc


25.09.2016
(FNpress)

Jan Wernke mit Doppelerfolg zum Auftakt
 
Damme - (Damme) Zwei Prüfungen, zwei Siege - Springreiter Jan Wernke hat zum Auftakt des CSI Damme alles richtig gemacht. Der junge Profi aus Holdorf gewann die ersten Prüfungen der Mittleren und der Großen internationalen Tour im Reitsportzentrum Damme. Mit dem Lord-Pezi-Nachkommen Lorelli gelang eine tadellose und schnelle Runde in der Mittleren Tour, mit dem Hannoveraner Fuchs Vabio setzte sich Wernke gleich danach auch noch in der Großen Tour an die Spitze.

Das CSI Damme steuern an diesem Wochenende etliche Profis und Amateure an. Sportanlage und Wetter machen alles möglich: Geritten wird unter dem Hallendach, draußen kann mit den Pferden gebummelt und locker geritten werden und das nutzen die Turniergäste gern. Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) pilotierte die Stute Daisy durch die Große Tour und wurde Neunte hinter ihrem WM-Teamkollegen Carsten-Otto Nagel (Wedel), der die Holsteiner Stute Alina auf Rang acht ritt. Hinter dem sichtlich zufriedenen Jan Wernke wurde Jan Sprehe (Löningen) Zweiter mit Coeur de Lion, WM-Reiter Sören Pedersen (Dänemark) folgte mit Tailormade Cavetta als Dritter.

Tatsächlich ist das internationale Turnier in Damme die erste Gelegenheit, den Schritt in die nahe Hallensaison zu machen: soll heißen - die Parcours werden kürzer, und darauf müssen sich Pferde und Reiter wieder einstellen. So hat Carsten-Otto Nagel, Vize-Europameister 2009 und 2011 und Mannschafts-Weltmeister 2010, zum Beispiel ein ganzes Pferdegeschwader dabei. U.a. auch eines seiner Top-Pferde mit Holiday by Solitour, sowie den zehn Jahre alten Womanizer. Und auch der Doppelsieger des Auftakts, Jan Wernke, nutzt die internationale Turnierofferte in der Nachbarschaft von Holdorf, um seine Pferde wieder auf Indoor-Sport einzustellen.


23.09.2016
(Comtainment GmbH)

Mit Pi & Pa in der Baltic Horse Show - Cellagon Dressur Matinée
 
Kiel - (Kiel) Die einen lieben den Springsport, die anderen die Dressur: beidem trägt die Baltic Horse Show (6. - 9. Oktober) Rechnung: Die Cellagon Dressur Matinée bringt den Grand Prix de Dressage und die Grand Prix Kür nach Kiel und dazu das Finale des LVM Cups Dressur, das den Zukunftshoffnungen im Dressursport gilt. Mit Piaffen & Passagen werden vor allem Norddeutschlands Dressurasse die „Halle rocken“.

Allen voran der Landesmeister von Schleswig-Holstein und Hamburg, Wolfgang Schade. Der Hamburger gewann im September zum dritten Mal in Folge - einmal mit Willi Wacker, zweimal mit Dressman - den Titel nach drei Meisterschaftsprüfungen. Schade trifft auf viele vertraute Gesichter: Kristy Oatley, Australiens Olympia-und WM-Offensive mit Wohnsitz in Norddeutschland ist in Kiel dabei und auch die jüngste Derbysiegerin aller Zeiten, Kathleen Keller aus Luhmühlen, die 21-jährig das Deutsche Dressur-Derby vor wenigen Jahren gewinnen konnte.

Mannschafts-Europameisterin dabei

Aus dem deutschen B-Kader Dressur ist Jan-Dirk Giesselmann aus Barver bei der Baltic Horse Show am Start. Der Pferdewirtschaftsmeister erhielt im Juni die Kaderberufung. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit der Mannschafts-Europameisterin Nadine Husenbeth (Sottrum). Husenbeth zählte zu der deutschen Equipe, die in Hagen a.T.W. in diesem Jahr Gold bei den ersten U25-Europameisterschaften gewann. Insgesamt werden zehn Dressurreiterinnen und -reiter für die Cellagon Dressur Matinée erwartet.

Die beginnt mit dem Grand Prix de Dressage am Samstag um 08.00 Uhr in der Kieler Sparkassen-Arena und setzt sich am Sonntag mit zwei Prüfungen fort: ab 08.00 Uhr geht es in einer Dressurprüfung Kl. L um das Finale des LVM Cups, in dem die besten Junioren aus Schleswig-Holstein antreten. Um zehn Uhr wird „zum Tanz“ für Pferde und Reiter gebeten - mit der Grand Prix Kür, die optisch und akkustisch ein eigenes Highlight setzt.

Tickets für die Baltic Horse Show 

Karten kosten zwischen fünf und zehn Euro (Kinder) und 9 bis 29 Euro (Erwachsene)- je nach Tag und Sitzplatz. Kinder von 6 bis 16 Jahren haben am Donnerstag und Freitag, dem Steiskal-Kindertag der Baltic Horse Show, freien Eintritt.  Kinder bis 5 Jahre haben an allen Tagen freien Eintritt ohne Sitzplatzanspruch. Am Freitag gibt es „Late Night Tickets“ für acht Euro pro Person und gültig ab 17.00 Uhr. Buchbar sind auch 2016 komfortable Business-Seats, also gepolsterte und nummerierte Sitzplätze für 25 Euro (Freitag) und 29 Euro (Samstag und Sonntag). Alle Infos: Telefon (01806) 991175 oder per e-mail unter kundenservice-baltic-horse-show@eventim.de. Nähere Informationen auch unter  https://www.eventimsports.de/ols/bhs 


23.09.2016
(Comtainment GmbH)

      
Wer folgt Isabell Werth und El Santo NRW als Sieger bei der Baltic Horse Show 2016? Die Cellagon Dressur Matinée lockt am Samstag und Sonntag nach Kiel. (Foto: Lafrentz)

Sarah, Janin und Maya Johanna sind die Finalistinnen bei „Zeig und Dein Talent“
 
Kiel - (Kiel) Jetzt hat das Warten und Voten ein Ende: Die drei Finalistinnen von „Zeig uns Dein Talent“ präsentiert von Pikeur und Eskadron bei der Baltic Horse Show (6. -  9. Oktober) in Kiel stehen fest. Die Minishetties von Sarah Sumfleth (Wrestedt Otenem),  Janin Richters (Hamburg) Show „Vertrauen in Freiheit“ und Maya Johanna Japp (Großbarkau) mit „Zauber der Verständigung“ treten zur größten Talentshow im Norden an.

Das Ergebnis des Online-Votings war eindeutig und übertraf auch die Erwartungen der Veranstalter. Aus insgesamt zehn tatsächlich zauberhaften Bewerbungsvideos, die online verfügbar waren, wählten die Pferdefans ihre Favoriten für „Zeig uns Dein Talent“ präsentiert von Pikeur und Eskadron aus. Mehr als 30.000 Votings gab es zwischen dem 1. und 21. September. Am Freitag, 7. Oktober, ab 20 Uhr steigt nun die große Talentshow zum zweiten Mal bei der Baltic Horse Show. Sarah Sumfleth zeigt ihre Minishetties in Motion, Maya Johanna Japp verblüfft mit Jazul und Kess Kess (Zauber der Verständigung) und Janin Richters und ihr Faxi kommen mit ganz wenig „Zubehör“ beim Reiten und Spaß haben aus. In Kiel haben dann die Zuschauer in der Halle „das Wort“ und entscheiden, wer das Finale von „Zeig uns Dein Talent“ gewinnt.

Noch kein Ticket? Die gibt es noch online im Ticketshop (www.baltic-horse-show.de), unter Telefon (01806) 991175 oder per e-mail unter kundenservice-baltic-horse-show@eventim.de, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Achtung: Speziell am Freitag sind Late Night Tickets für acht Euro - gültig ab 17.00 Uhr - verfügbar!


22.09.2016
(Comtainment GmbH)

Michaels-Beerbaum, Pedersen, Nagel - alle wollen nach Damme
 
Damme - Ab unter das Hallendach - der Wechsel von Outdoor zu Indoor steht unmittebar bevor und das Reitsportzentrum Damme öffnet als erste Veranstaltung vom 22. - 25. September die Tore für ein CSI1* „unterm Dach“. Diese Chance nutzen auch Reitsportpromis gern. Meredith Michaels-Beerbaum aus Thedinghausen, die gerade mit der deutschen Equipe Olympiabronze gewann, kommt mit zwei Pferden nach Damme, Carsten-Otto Nagel (Wedel), der 2010 zusammen mit Michaels-Beerbaum WM-Gold gewann, hat gleich mehrere Pferde genannt und auch Sören Pedersen - WM-Teilnehmer aus Dänemark - hat einige vierbeinige Sportpartner dabei.

Dammes Veranstalter dürfen sich über die große Resonanz auf die Hallen-Offerte freuen. Markus Beerbaum, Ehemann von Michaels-Beerbaum und selbst einst Welt- und Europameister, sparte schon 2015 nicht mit Lob für das Konzept der Hallenturniere und die einladenden Bedingungen. Nun will auch seine Frau diese Vorzüge nutzen. Zwischen der Global Champions Tour in Wien und dem Longines Masters in Los Angeles, nimmt sie sich Zeit für die jüngeren Pferde in Damme.

Dammes CSI1* beginnt am Donnerstag mit dem obligatorischen Vet-Check der Pferde, ab 16.30 Uhr beginnt der Sport mit dem Auftakt n der Mittleren Tour, danach folgt schon die erste Runde der Großen Tour.Am Freitag, Samstag und Sonntag beginnen die Turniertage um 09.00/ 09.30 Uhr. Insgesamt 26 Prüfungen bietet das CSI1* Damme vom Stilspring-Wettbewerb bis zum Großen Preis mit Stechen. Den dürfen die Teilnehmer sogar mit zwei Pferden pro Reiter/ Reitern erobern. Am Freitagabend wird zum „Chill out“ ins Restaurant Finestro gebeten, am Samstag folgt dem Sportprogramm die Riders-Party.


20.09.2016
(Comtainment GmbH)

Koreanischer Doppelerfolg im EY-Cup
 
Donaueschingen - (Donaueschingen)  Im tschechischen Olomuc holte er sich den ersten EY-Cup-Triumph, jetzt unter Flutlicht folgte Etappensieg Nummer zwei beim CHI Donaueschingen: Manjun Kwon gewann die EY-Cup-Prüfung im fürstlich-fürstenbergischen Schlosspark. Der 20 Jahre junge Koreaner kam nicht allein - sein 18 Jahre junger Landsmann Seongyun Lim folgte auf dem zweiten Rang vor der besten Europäerin und Deutschen Laura Hetzel, Tochter des rheinischen Landestrainers Holger Hetzel aus Goch.
Nur diese drei Teilnehmer hatten den Sprung ins Stechen im Preis der Sparkasse Schwarzwald-Baar geschafft, der in Donaueschingen eine große Bühne für die Generation U25 bietet. Manjun Kwon saß auch in Donaueschingen im Sattel des 12 Jahre alten Coral Springs, den früher der Ire Jonathan Gordon und auch Johannes Ehning geritten haben. Ehning gewann sogar Große Preise mit dem temperamentvollen Fuchs. Seongyon Lim kam rund drei Sekunden langsamer mit Cassano II ins Ziel und Laura Hetzel aus Goch saß im Sattel der Stute Quanita.

Für die beiden koreanischen Reiter ein Riesenerfolg. Manjun Kwon ist praktisch doppelt qualifiziert für das Finale des European Youngster Cups Showjumping in Salzburg, die platzierten Reiterinnen und Reiter erhalten Punkte für das EY-Cup-Ranking. Insgesamt 21 Reiterinnen und Reiter bis maximal 25 Jahre gingen in Donaueschingen beim EY-Cup unter Flutlicht an den Start.

Der European Youngster Cup Jumping im Internet: www.eycup.eu
Facebook: https://www.facebook.com/EYCupU25
Youtube: https://www.youtube.com/user/EYCupEU#g/a
Twitter: https://twitter.com/EYCUP


19.09.2016
(Comtainment GmbH)

      
Der Koreaner Manjun Kwon gewann in Donaueschingen zum zweiten Mal eine EY-Cup-Qualifikation mit Coral Springs. (Foto: Stefan Lafrentz)

FN-Ehrenmitglied Paul Stecken ist verstorben
 
Warendorf - Warendorf. "Richtig reiten reicht" - mit diesem Satz wurde Ausbilderlegende Paul Stecken geradezu weltberühmt. Stets setzte er sich kompromisslos für die klassische Reitlehre ein. In der Nacht des 15. September ist der Major a.D. im Alter von 100 Jahren in seiner Heimatstadt Münster gestorben.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) trauert um einen der größten Hippologen unserer Zeit. Major a.D. Paul Stecken, geboren am 29. Juni 1916 in Münster, war die wohl profilierteste Ausbilderpersönlichkeit der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland. Seine erste Reitausbildung erhielt er von Vater Heinrich, der 25 Jahre lang die Westfälische Reit- und Fahrschule in Münster leitete. Im Alter von 18 Jahren trat Paul Stecken in das Reiterregiment 15 in Schloss Neuhaus bei Paderborn ein. Unter den legendären Ausbildern Edwin Graf Rothkirch, Rittmeister Lippert und Hermann Freiherr von Nagel entwickelte er sich schnell zum besten Dressurreiter des Regiments und wurde an die Kavallerieschule nach Berlin-Krampnitz berufen. 1943 zum Major befördert, musste Stecken durch eine kriegsbedingte Verwundung seine eigene reiterliche Karriere einschränken.
 
Am 1. Januar 1950 übernahm der Major a.D. die Leitung der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster, die sich unter ihm zu einem „Paradepferd“ deutscher Reit- und Fahrausbildung entwickelte. Als Stecken Ende 1985 in den Ruhestand trat, waren in den 36 Jahren seiner Leitung an der Schule 11.539 Lehrgangsteilnehmer ausgebildet, 1.917 Reitlehrer auf ihre Qualifikation hin geprüft und 108 Lehrlinge auf ihre Prüfung vorbereitet worden. 7.709 Reiter haben ein Reit- oder Fahrabzeichen erlangt. Im Spitzensport war Dr. Reiner Klimke der erfolgreichste Schüler Steckens. Der Bundestrainer Vielseitigkeit der Jungen Reiter und Junioren, Rüdiger Schwarz, absolvierte bei Stecken seine Lehre, auch Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke gehörte zu Steckens Schülern und profitierte auch in den letzten Jahren noch von seinem Rat.
 
Neben der Leitung der Schule machte er sich auch einen Namen als Turnierrichter in allen Klassen und Disziplinen, als Prüfer bei Richter-, Pferdewirt- und Meisterprüfungen, als Gutachter vor Gericht sowie als Organisator von Zuchtprüfungen in Westfalen. Lange Jahre war er Vorstandsmitglied im Deutschen Reiter- und Fahrerverband. Für sein außerordentliches Engagement wurde Stecken mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so war er unter anderem Ehrenmitglied der FN, Inhaber des Deutschen Reiterkreuzes in Gold, der Gustav-Rau-Medaille, der Goldenen Nadel des Westfälischen Pferdestammbuchs und der Goldenen Nadel der Bundesvereinigung der Berufsreiter.
 
Paul Stecken ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Berufsreiter und hat die Entwicklung zur staatlich anerkannten Berufsausbildung der Reitlehrer maßgeblich beeinflusst. Besonderes Augenmerk in der Ausbildung von Reitern und Pferden legte Paul Stecken auf die korrekte Anwendung der klassischen Reitlehre. Sein auch in aktuellen Ausbildungsdiskussionen unwiderlegbares Credo: „Richtig reiten reicht.“ Der Beruf des Pferdewirts hat dank Stecken ein offiziell anerkanntes Berufsbild sowie eine Prüfungs- und Ausbildungsordnung. Darüber hinaus war er beratend beteiligt an der Ausarbeitung der FN-Richtlinien für Reiten und Fahren.
 
Gelehrt hat Paul Stecken über Jahrzehnte, zu Papier gebracht hat er sein Fachwissen allerdings lange Zeit nicht gesammelt, sondern in Artikeln und Aufsätzen – bis zum vergangenen Jahr. 2015 erschien im FNverlag sein erstes Werk: „Bemerkungen und Zusammenhänge - Erkenntnisse eines Pferdemannes“. Es ist ein Büchlein geworden, in dem er die „Überlieferten Grundsätze“ erläuterte, sich Gedanken zur Reitlehre und deren Umsetzung machte und die aktuelle Entwicklung im Dressursport thematisierte. Dabei erteilte er, rational und doch in seiner Art vehement, der Rollkur eine klare Absage. „Die andere Reitweise“, sagte er, sei mit Druck und Zwang verbunden. Die Begriffe Anlehnung, Mitschwingen des hergegebenen Rückens, tätige Hinterhand in relativer Aufrichtung, ruhige Schweifhaltung und Zufriedenheit des Pferdes würden „auf den Kopf gestellt“ werden. Ausbildungsmäßig sei das Reiten in Rollkur nur mit „reiterlichem Unsinn“ zu bezeichnen. Die Grundsätze der Heeresdienstvorschrift waren für ihn dagegen in Form der „Überlieferten Grundsätze“ bis heute gültig.
 
„Wir blicken voller Dankbarkeit auf unzählige Gespräche zurück, für die Herr Stecken noch bis vor wenigen Monaten zur Verfügung stand“, sagt Thies Kaspareit, Leiter der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft der FN. „Es war beeindruckend und sehr lehrreich, wie er uns im Detail an der Entwicklungsgeschichte der Reitlehre in Deutschland hat teilnehmen lassen.“
 
„Mit dem Tod von Paul Stecken ist nicht nur ein wunderbarer Mensch und Zeitzeuge von uns gegangen, der die klassische Reitweise gelebt und erlebt hat, wie kein anderer. Mit ihm geht auch unschätzbares Wissen verloren“, sagte Siegmund Friedrich, Geschäftsführer des FNverlages. Er gehörte auch zu denjenigen, die Stecken immer wieder gedrängt haben, dieses Wissen in einem Buch zu Papier zu bringen. „Er schaffte es immer, seine Einschätzungen zu Pferden und Reitern klipp und klar, kurz und knapp auf den Punkt zu bringen. Das war bewundernswert.“
 
Mit seiner 1997 verstorbenen Frau Ursula, die aus Berlin kam und viel Freude am Reitsport hatte, ohne selbst Turniere zu reiten, war Stecken 50 Jahre lang verheiratet. Kinder hatte das Paar nicht. Zwei seiner vier Brüder waren ebenfalls der Reiterei verbunden. Fritz Stecken, der zu den erfolgreichsten Reitern Berlins gehörte und später als Trainer in den USA arbeitete, und Bundeswehrgeneral Albert Stecken, der Mitte der 80er Jahre deutscher Dressurbundestrainer und Vorsitzender des Dressurausschusses war.


15.09.2016
(fn)

Hengstvorbesichtigungstermine für die Hengsttage des Deutschen Sportpferdes
 
Einen neuen Namen trägt die Hauptkörung des Deutschen Sportpferdes 2017 in München: Aus den Süddeutschen Hengsttagen werden die Hengsttage des Deutschen Sportpferdes. Für das Jahr 2017 tritt der erste gemeinsame DSP-Hengstjahrgang der fünf Süddeutschen Pferdezuchtverbände zur Körung an.

Drei- oder vierjährige Hengste, die an der Körung vom 26. bis 28. Januar 2017 auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem teilnehmen sollen, müssen vorab auf einem der in allen  DSP-Zuchtgebieten angebotenen Auswahltermine vorgestellt werden. Die Anmeldung erfolgt direkt beim durchführenden Verband der Vorbesichtigung. Angeboten werden folgende Termine:

Pferdezuchtverband Baden-Württemberg

www.pzv-bw.de

Termine: 7. November, Haupt- und Landgestüt Marbach, 8. November: Gestüt Birkhof, Donzdorf

Meldeschluss: 7. Oktober 2016

Direktlink: http://www.pzv-bw.de/de/verband/news/2016/09/vorbesichtigungen-zu-den-sueddeutschen-koerungen-2/

Landesverband Bayerischer Pferdezüchter


www.bayerns-pferde.de

Termine: 9. und 10. November 2016, Olympia-Reitanlage München-Riem

Meldeschluss: 14. Oktober 2016

Direktlink: http://www.bayerns-pferde.de/aktuelles/vorauswahl-zu-den-sueddeutschen-hengsttagen-2017.html

Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen und Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt

http://www.pferde-sachsen-thueringen.de und http://www.pferde-brandenburg-anhalt.de

Termin: 18. Oktober 2016, Landgestüt Prussendorf
Meldeschluss: 10. Oktober 2016

Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar

www.pferdezucht-rps.de
Termin: 9. Oktober, Beginn 11 Uhr

Meldeschluss: 16. September 2016
Direktlink: http://www.pferdezucht-rps.de/news/archiv2012/605-sueddeutsche-koerung-2017

Hengste die für die eine Zulassung für die Hauptkörung des Deutschen Sportpferdes in München erhalten, können ab dem 26. Oktober 2016 geröngt werden. Nach der Zulassung durch einen Mitgliedsverband werden die Unterlagen an die Süddeutsche Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH übergeben. Die GmbH ist dann für die weitere Abwicklung der Formalitäten zuständig.


15.09.2016
(PferdVisuell)

Damme International CSI1* - mit Bundestrainer und Medaillengewinnern
 
Damme - (Damme) Die Hallensaison im Pferdesport naht und das Reitsportzentrum Damme macht in Niedersachsen den Anfang: Mit einem CSI1* vom 22. - 25. September eröffnen die Veranstalter den Aktiven die erste Möglichkeit von draußen nach drinnen zu wechseln und die Pferde auf die Indoor-Saison einzustellen.

Direkt aus der Nachbarschaft, aus Holdorf kommt Jan Wernke, der sowohl in Paderborn, als auch beim CHI Donaueschingen mit seinen Pferden an den Start ging, bzw. geht und nur wenige Tage später die Umstellung in die Halle vollzieht. Er trifft auf etliche Kollegen wie zum Beispiel den Mannschafts-Weltmeister 2010 und zweimaligen Vize-Europameister Carsten-Otto Nagel (Wedel), auf den Nationenpreisreiter Andreas Ripke (Steinfeld), auf Theresa Ripke (Sieger Preis der Besten) und Flemming Ripke, der im irischen Millstreet Ende Juli Bronze bei der Nachwuchs-Europameisterschaft Springen gewann. Flemming und Theresa treffen in Damme dann auch ihren Bundestrainer: Markus Merschformann (Osterwick) hat ebenfalls seinen Start beim CSI Damme angekündigt.

Fein gemachtes Programm für Profis und Amateure
Insgesamt 23 Prüfungen umfasst das erste internationale Hallenturnier des beginnenden Herbst 2016 - das CSI1* zählt zehn Springprüfungen, unterteilt in Kleine, Mittlere und Große Tour, außerdem drei Prüfungen für Nachwuchspferde (CSIYH1*). Eine Konstellation, die es den Reiterinnen und Reitern erlaubt, Pferde unterschiedlicher Ausbildungsstände individuell einzusetzen, aber auch mit den Routiniers unter dem Sattel einfach lockerer und leichter z.B. in der mittleren Tour anzufangen.

Zehn Springprüfungen haben die Veranstalter zudem für die internationalen Amateure ausgeschrieben. Das sind all jene, die auf hohem Niveau reiten, ihren Lebensunterhalt aber nicht mit Beritt, Ausbildung oder Pferdehandel verdienen oder eine Ausbildung zum Berufsreiter haben. Auch für diese Reiterinnen und Reiter gibt es - analog zum Tourensystem des CSI1* - Kleine, Mittlere und Große Tour. Das CSI1* Damme ist auch live zu sehen beim Pferdesportportal www.clipmyhorse.tv.


15.09.2016
(Comtainment)

      
Georgia Founta (Griechenland) sicherte sich mit It`s a Fact in Damme 2015 einen internationalen Erfolg. (Foto: Fotodesign Feldhaus)

Paralympics 2016: Zwei fünfte Plätze für deutsche Reiter
 
Rio de Janeiro - Bei den Paralympics in Rio de Janeiro haben die deutschen Para-Dressurreiter heute knapp eine Medaille verpasst. Alina Rosenberg (Konstanz, Grade Ib) mit Nea’s Daboun, in der ersten Prüfung noch Dritte und damit eine aussichtsreiche Kandidatin auf einen Podiumsplatz, wurde Fünfte, ebenso wie ihre Teamkollegin Carolin Schnarre (Osnabrück) mit Del Rusch bei den Grade IV-Reitern.
 
Alina Rosenberg, die als zweite Starterin ihres Grades aufs Viereck musste, erzielte ein Ergebnis von 70,966 Prozent. Zu wenig, nach Meinung von Equipechefin Britta Bando, die insbesondere in der Schritt-Tour höhere Noten erwartet hatte. Alina Rosenberg selbst war mit ihrer Vorstellung zufrieden. Lediglich mit der Lektion „Kurzkehrt“ habe sie kleinere Probleme gehabt. "Das ist eine schwierige Lektion, wenn man seine Beine nicht so richtig benutzen kann", sagte sie. Neuer Goldmedaillengewinner ist der Österreicher Pepo Puch. Der früher im Vielseitigkeitssattel erfolgreiche Reiter und Olympiateilnehmer 2004, setzte sich im Sattel des Oldenburgers Fontainenoir mit 75,1043 Prozent an die Spitze. Er verwies damit den zunächst führenden Briten Lee Pearson mit Zion auf den Silberrang. Für den bislang erfolgreichsten Para-Dressurreiter bleibt es damit vorerst bei seinen bislang bei Paralympics errungenen zehn Goldmedaillen. Den dritten Platz belegte die letzte Starterin des Tages, die ohne Beine geborene Stinna Tange Kaastrup aus Dänemark mit Smarties. Sie erzielte 73,966 Prozent.
 
Mit 69,905 Prozent beendete Carolin Schnarre mit Del Rusch die Einzelwertung in Grade IV. Hier starten die Reiter mit der wenigsten körperlichen Einschränkung und entsprechend hohen Anforderungen an Reiter und Pferd. "Ich bin sehr zufrieden", sagte die 24-jährige schwer sehbehinderte Reiterin. "Del Rusch war sehr lieb, ein großer Unterschied zu vorgestern. Er war zwar immer noch ein bisschen angespannt, aber ich hatte nicht mehr das Gefühl, er explodiert gleich." Auch mit ihrem Ergebnis war die gelernte Pferdewirtin einverstanden. "Ich habe so mit einer 68 oder 69 gerechnet", sagte sie und lachte: "Nach vorgestern wäre ich aber auch mit 67 zufrieden gewesen." In der ersten Prüfung hatte sich ihr Hannoveraner, der ihr übrigens von Teamkollegin Elke Philipp zur Verfügung gestellt wird, beim Angaloppieren so vor den Zuschauern erschreckt, dass er halb umdrehte und die Prüfung nur unter Spannung beendete. Goldmedaillengewinnerin in Grade IV ist die Britin Sophie Wells mit Valerius. Sie verwies die in der ersten Prüfung noch siegreiche Titelverteidigerin Michèle George mit FBW Rainman auf den Silberrang. Bronze ging wie schon in London 2012 an den Niederländer Frank Hosmar mit Alphaville.
 
Ergebnisse 4. Wettkampftag
Einzelwertung Grade IV

Gold: Sophie Wells/GBR mit Valerius; 74,857 Prozent
Silber: Michèle George/BEL mit FBW Rainman; 74,333
Bronze: Frank Hosmar/NED mit Alphaville; 72,452
4. Lisa Martin/AUS mit First Famous; 71,476
6. Carolin Schnarre (Osnabrück) mit Del Rusch; 69,905
5. Ciska Vermeulen/BEL mit Rohmeo; 68,000
 
Teamtest Grade Ib
Gold: Pepo Puch/AUT mit Fontainenoir, 75,103
Silber: Lee Pearse/GBR mit Zion; Prozent; 74,103
Bronze: Stinna Tange Kaastrup/DEN mit Smarties, 73,966
5. Nicole Den Dulk/NED mit Wallace; 71,103
3. Alina Rosenberg (Konstanz) mit Nea’s Daboun; 70,966
6. Marcos Alves/BRA mit Vladimir; 68,897
 
Nachtrag: Einzelwertung Grade III v. 13. September
Gold: Ann Cathrin Lubbe/NOR mit Donatello; 72,878 Prozent
Silber Susanne Sunesen/DEN mit Que Faire; 72,171
Bronze: Louise Etzner Jakobsson mit Zernard, 70,341
4. Sanne Voets/NED mit Demantur; 70,122
5. Annika Lykke Dalskov Risum/DEN mit Aros a Fenris; 70,122
6. Jose Letatre/FRA mit Swing Royal; 69,659
 
Weitere Informationen und aktuelle Meldungen rund um die Paralympics gibt es unter www.pferd-aktuell.de/rio2016/paralympics.


15.09.2016
(fn)

EY-Cup trifft CHI - Donaueschingen ist Gastgeber für die Generation U25
 
Donaueschingen - (Donaueschingen)  Das traditionsreiche und berühmte CHI Donaueschingen ist am kommenden Wochenende Gastgeber für die internationale Generation U25 - auf dem großen Platz wird die insgesamt 15. Station des European Youngster Cup Jumping ausgetragen. Aus vier Nationen kommen die Teilnehmer, darunter ist auch der EY-Cup-Sieger 2015, Sascha Braun aus Achern.

Insgesamt drei Prüfungen sind ausschließlich den jungen EY-Cup Kandidaten vorbehalten. Die wichtigste findet am Samstagabend unter Flutlicht statt: Der Preis der Sparkasse Schwarzwald-Baar, Qualifikation für das EY-Cup Finale 2016 in Salzburg. Der Sieger, bzw. die Siegerin sind direkt für das Finale qualifiziert, außerdem gibt es Punkte für das EY-Cup-Ranking.

In Donaueschingen wird der Reigen der Prüfungen am Freitag um 08.45 Uhr mit einem klassischen Fehler/ Zeit-Springen eröffnet, am Samstag ab 20.00 Uhr folgt dann bereits die direkte Qualifikation. Der dritte sportliche Vergleich folgt am Sonntag ab 08.00 Uhr in einem Zwei-Phasen-Springen in Donaueschingen.

Das EY-Cup Ranking führt aktuell der junge polnische Reiter Maksymillian Wechta mit 76 Punkten an, gefolgt von Titelverteidiger Sascha Braun. Auf Platz drei folgt die belgische Amazone Leonie Peeters vor Österreichs Ruth Michele.


15.09.2016
(Comtainment)

TV-Tipps
 
Warendorf - Lieber Pferdefreund,

hier die TV-Tipps der nächsten zwei Wochen:

14.09.2016 | ClipMyHorse.de
Weltmeisterschaften junger Springpferde in Lanaken/BEL

14.09.2016 | 10:00 Uhr | Eurosport
Reiten: Burghley Horse Trials

15.09.2016 | ClipMyHorse.de
Weltmeisterschaften junger Springpferde in Lanaken/BEL

15.09.2016 | ClipMyHorse.de
CHI Donaueschingen

15.09.2016 | 14:30 Uhr | ARD-alpha
Karen in Action: Spann den Wagen an!

15.09.2016 | 14:50 Uhr | 3sat
Indiens wilde Schönheit: Die Wüste Thar (Marwari-Pferde)

16.09.2016 | ClipMyHorse.de
Weltmeisterschaften junger Springpferde in Lanaken/BEL

16.09.2016 | ClipMyHorse.de
CHI Donaueschingen

16.09.2016 | 22:30 Uhr | ARD-alpha
Geheimtipps in Afrika: Zwischen Kairo und Kapstadt (Pferdetrekking in Lesotho)

17.09.2016 | 04:20 Uhr | 3sat
Fest im Sattel - Eine Cowboykirche

17.09.2016 | ClipMyHorse.de
Weltmeisterschaften junger Springpferde in Lanaken/BEL

17.09.2016 | ClipMyHorse.de
CHI Donaueschingen

17.09.2016 | 15:30 Uhr | Sport1
Reiten live: CHI Donaueschingen

17.09.2016 | 18:15 Uhr | WDR
Björn Freitags Foodtruck - Profikoch auf vier Rädern (Pferdehof in Dorsten)

17.09.2016 | 21:00 Uhr | Eurosport
Springreiten: Global Champions Tour in Wien

18.09.2016 | 05:30 Uhr | 3sat
Fest im Sattel - Eine Cowboykirche

18.09.2016 | 07:05 Uhr | WDR
Björn Freitags Foodtruck - Profikoch auf vier Rädern (Pferdehof in Dorsten)

18.09.2016 | ClipMyHorse.de
Weltmeisterschaften junger Springpferde in Lanaken/BEL

18.09.2016 | ClipMyHorse.de
CHI Donaueschingen

18.09.2016 | 19:15 Uhr | BR
Oktoberfest: Trachten- und Schützenzug (Abordnungen der bayerischen Pferdehalter)

19.09.2016 | 22:30 Uhr | Eurosport
Horse Excellence: Die Pferdesport-Highlights der Woche

20.09.2016 | 13:30 Uhr | RBB
Heiter bis tödlich - Hauptstadtrevier: Rivalen der Rennbahn

22.09.2016 | ClipMyHorse.de
Internationales Sommerfestival Kranichstein CSI2*/CDI4*

23.09.2016 | ClipMyHorse.de
Internationales Sommerfestival Kranichstein CSI2*/CDI4*

23.09.2016 | 17:05 Uhr | RBB
Panda, Gorilla & Co. (erste Wochen eines Fohlens)

24.09.2016 | ClipMyHorse.de
Internationales Sommerfestival Kranichstein CSI2*/CDI4*

24.09.2016 | 10:45 Uhr | ARD
Der XXL-Ostfriese: Kleine Hallig - große Probleme

24.09.2016 | 15:30 Uhr | RBB
Musikalische Reise in die Steiermark (Spanische Hofreitschule)

25.09.2016 | 00:00 Uhr | Eurosport
Springreiten: FEI Nations Cup in Barcelona

25.09.2016 | ClipMyHorse.de
Internationales Sommerfestival Kranichstein CSI2*/CDI4*

25.09.2016 | 16:00 Uhr | SWR
Festumzug 171. Cannstatter Volksfest (Pferde-Umzug)

26.09.2016 | 11:30 Uhr | Arte
360° Geo Reportage: Jordanien, Dynastie der Pferde

26.09.2016 | 14:30 Uhr | ARD-alpha
Karen in Action: Auf die Pferde, fertig, los!

26.09.2016 | 22:30 Uhr | Eurosport
Horse Excellence: Die Pferdesport-Highlights der Woche

27.09.2016 | 15:30 Uhr | BR
Gernstl - Sieben Mal Bayern: Oberpfalz (Pferdetherapiezentrum)

Kurzfristige Programmänderungen von Seiten der Fernsehsender sind möglich. Daher sind alle Sendetermine ohne Gewähr. Für die Inhalte der Sendungen ist die FN nicht verantwortlich.

Weitere TV-Tipps finden Sie hier.


15.09.2016
(fn)


Dieses Turnier soll zur Tradition werden - CSI** Indoor bei Riesenbeck International

 
Riesenbeck - Es findet erst zum zweiten Mal statt, das Indoors CSI** bei Riesenbeck International, und doch hat es schon jetzt das Zeug dazu, ein Traditionsturnier zu werden. "Der Zeitpunkt ist ideal, wir wollen den Auftakt  vom Freilandturnier zu einer Indoor-Veranstaltung anbieten", sagt Veranstalter Ludger Beerbaum. "Außerdem hat das vergangene Jahr schon gezeigt, dass meine Kollegen sehr angetan sind von den Bedingungen, die sie hier vorfinden."

So ist es kein Wunder, dass für das internationale Turnier, das vom 6. bis 9. Oktober im Reitsportzentrum Riesenbeck International stattfindet, Weltmeister und Olympiasieger ihr Kommen angekündigt haben: Allen voran der Doppel-Weltmeister, Olympiasieger und Europameister Jeroen Dubbeldam, der es von seinem Wohnort in den Niederlanden nicht weit hat, nach Riesenbeck zu kommen. Er ist in Begleitung seiner Teamkollegen Gerco Schröder und Marc Houtzager.  Auch die deutschen Medaillengewinner von Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften machen sich auf den Weg, um den Pferden den Wechsel von den Außenplätzen hin zu den überdachten Reitflächen zu erleichtern.  In der großen Reitarena werden Meredith Michaels-Beerbaum und Ehemann Markus Beerbaum mit einigen Schülern erwartet, außerdem kommt  Marcus Ehning mit zwei Schülern.

Natürlich sind auch die Beerbaum-Kollegen  Marco Kutscher und Henrik von Eckermann am Start. Für Philipp Weishaupt, den Sieger beim diesjährigen Großen Preis von Aachen,  ist die Reitanlage an der Surenburg schon tägliche Arbeitsstätte.  Auch Stallkollege Christian Kukuk plant nach seiner  Schulterverletzung, beim Heimturnier wieder das erste Mal an den Start zu gehen. Selbstverständlich reitet auch Ludger Beerbaum. 

 Insgesamt werden zwölf Prüfungen, darunter drei Springen für junge Pferde, an den vier Turniertagen angeboten. Der Große Preis am Sonntagnachmittag ist ein Longines Weltranglistenspringen.

Tickets kosten 12 Euro pro Tag (20 Euro für zwei Tage). Bestellung unter:  www.riesenbeck-international.com/de/csi-riesenbeck-karten-vvk


15.09.2016
(Struebel)

      
Veranstaltungsplakat

1.Pferdeland-Niedersachsen-Tag: Die Botschaft ist angekommen!
 
Verden -

Verden. Die Organisatoren des 1.Pferdeland-Niedersachsen-Tages sind zufrieden. Dass die Veranstaltung am 9. und 10. September als gelungen bezeichnet werden kann, ist an zwei Hauptpunkten festzumachen: Zum einen ist mit der „Verdener Erklärung“ die Botschaft bei der Politik angekommen, dass dem Pferd gerade auch als Wirtschaftsfaktor mehr Beachtung zusteht. Sowohl Ministerpräsident Stephan Weil als auch die Parlamentarier der vier Landtagsfraktionen, die an der Podiumsdiskussion teilnahmen, sagten zu, sich dieses Thema verstärkt anzunehmen.

Die Verdener Erklärung enthält einen geballten Forderungskatalog. So wird z. B. grundsätzlich mehr Bewusstsein dafür eingefordert, dass Pferde die Basis für viel Wirtschaftskraft in Niedersachsen bilden: Pferdezucht, Pferdetourismus und Pferdesport sind nur beispielhaft zu nennen. Damit der Wirtschaftsfaktor Pferd auch zukünftig wettbewerbsfähig bleibt, ist in Niedersachsen mehr Engagement notwendig. Dazu gehört zum Beispiel mehr Forschung, um belastbare Datengrundlagen für zukünftige strategische Entwicklungen zu haben. Dazu gehört auch, dass es keine Pferdesteuer geben darf. Ebenso wird mehr mediale Präsenz und eine gebündelte touristische Vermarktung gefordert.

Durch die zahlreichen Aussteller und die Vorführungen konnte außerdem die Breite der Handlungsfelder rund ums Pferd verdeutlicht werden. Der Dialog soll eine fruchtbare Fortsetzung erfahren.

Zum anderen waren die Stimmung und das Resümee bei den beteiligten Akteuren und Teilnehmern durchweg positiv. Dies lag auch an der Möglichkeit der Netzwerkarbeit, die es branchenübergreifend bisher in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Vielfach wurde bereits der Wunsch nach einer Fortsetzung geäußert. „Wir werden jetzt im Kreis aller Beteiligten eine Bewertung des 1. Pferdeland-Niedersachsen-Tags vornehmen. Aus meiner Sicht steht einer Neuauflage nichts im Wege“, so Dr. Enno Hempel, Geschäftsführer der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Die Pferdeland Niedersachsen GmbH als Bündelungsstruktur der großen Pferdezucht- und Pferdesportverbände hat mit den starken Partnern IHK Stade für den Elbe-Weser- Raum, IHK Lüneburg-Wolfsburg und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen jedenfalls erneut bewiesen, dass es gelingt, Leuchttürme zu schaffen. Für den Erhalt und den Ausbau der Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Pferd wurde ein beachtlicher Grundstein gelegt.

Das Team rund um den 1.Pferdeland-Niedersachsen-Tag spricht all seinen Teilnehmern, Akteuren, Besuchern und Unterstützern seinen Dank aus. Pferdeland Niedersachsen GmbH-Geschäftsführer Dr. Enno Hempel betonte: „Ohne sie wäre die Veranstaltung nicht in dieser Form möglich gewesen“.


14.09.2016
(Gallinat)

      
1. Pferdeland-Niedersachsen Tag. (Foto: Ingo Wächter)

Trakehner Landesstutenschau und Alpenländer-Championat erstmals in Österreich
 
Großlobming - Der südlichste Zuchtbezirk des Trakehner Verbandes bittet am 16. und 17. September zum großen Schaulaufen der Trakehner Stuten. In Großlobming in Österreich wird erstmals die 8. Trakehner Landesstutenschau des Zuchtbezirks Bayern/ Österreich stattfinden. Ein Ereignis, das ein Schaufenster der Pferdezucht darstellt und einen Überblick über die Qualität der vorgestellten Trakehner Stuten gibt.

Der Zuchtbezirk Bayern/ Österreich zählt zu den größten im Trakehner Verband und zelebriert die Landesstutenschau mit viel Aufwand und stets in einem großartigen Rahmen. Zeitgleich findet in Großlobming auf dem Gestüt Murtal am 16. September ab 08.30 Uhr das Alpenländer-Championat statt -  ein sportlicher Vergleich von Trakehnern aus der Alpenregion im Dressurviereck. Auf dem Gestüt Murtal in der Steiermark wird das Alpenländer-Championat der Reit- und Dressurpferde ausgetragen.

Am 17. September stehen ab 08.30 Uhr die Trakehner Stuten im Mittelpunkt. Die Klasseneinteilung sieht Einteilungen von der zweijährigen Jungstute bis zur Ehrenklasse mit 14-jährigen und älteren Stuten vor. Zudem werden Halb- und Vollblutstuten vorgstellt und es gibt eine Klasse mit springbetont gezogenen Trakehner Stuten. Um 15 Uhr erwartet die Besucher ein Schauprogramm rund um das Thema Pferd, ab 19.30 Uhr bitten die Veranstalter zur Sieges- und Abschlussfeier ins Festzelt.

Das Trakehner Gestüt Murtal in der Steiermark (http://www.trakehnergestuet-murtal.at) ist erstmals Gastgeber der Trakehner Landesstutenschau. Details zur Veranstaltung, zu Hotels, Flugtarifen und zum Programm gibt es online hier: http://www.lss-bayern.de/


14.09.2016
(Comtainment)

Der NÜRNBERGER BURG-POKAL gehört zu den Highlights des Jubiläumsturniers in Donaueschingen
 
Nürnberg - Nürnberg / Donaueschingen. Zum 60. Mal findet in dieser Woche  das traditionsreiche Reitturnier in Donaueschingen statt. Ein gegebener Anlass, für die Veranstalter des diesjährigen CHI, ein besonderes Programm zu bieten. Grund zum Feiern hat aktuell auch der NÜRNBERGER BURG-POKAL, der aktuell zum 25. Mal ausgetragen wird. Einen runden Geburtstag feiert auch die Zusammenarbeit zwischen dem Turnierausrichter und der NÜRNBERGER Versicherung, die in das zehnte gemeinsame Jahr geht.

Dabei bildet der NÜRNBERGER BURG-POKAL am Schlusstag den Höhepunkt der vier Turniertage. Neben der renommierten Prüfung für junge Pferde, messen sich auch zehn der besten Junioren-Dressurreiter im „Ländle“ im baden-württembergischen Ableger des NÜRNBERGER BURG-POKALs der Junioren. Während sich im Vorjahr bei den jungen Talenten Kim Hanna Heininger mit ihrer Stute Romina durchsetzen konnte, sicherte sich Matthias Bouten mit Dante Delux den Sieg im so genannten „großen“ NÜRNBERGER BURG-POKAL.

Auch in diesem Jahr üben die Dressurwettbewerbe eine magnetische Anziehungskraft auf die Dressurprofis aus. So werden mit Isabell Werth und Dorothee Schneider zwei unserer „Goldmädels“ aus Rio ihre Nachwuchspferde satteln. Aber auch bundesweit bekannte Reiter wie Beatrice Buchwald, Nadine Capellmann, Fabienne Lütkemeier oder Maria-Charlott Schürmann haben den Sieg in der Qualifikationsprüfung im Visier.


Die populäre Turnierserie wurde 1992 auf Initiative von Hans-Peter Schmidt, dem Ehrenaufsichtsratsvorsitzenden der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, begründet und gehört heute zu den populärsten Serien überhaupt im Pferdesport. Der passionierte Pferdemann, zugleich Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands e.V. und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN sieht hier die Ideale der Ausbildung verwirklicht. Und der Erfolg gibt ihm Recht: Aktuell steht die Serie im 25. Jahr und hat bisher 37 Medaillengewinner bei Championaten hervorgebracht, darunter 13 Sieger.

Vom olympischen Turnier in Rio de Janeiro brachten die Pferde aus dem NÜRNBERGER BURG-POKAL einen kompletten Medaillensatz mit. Neben Gold der Equipe standen mit Silber für Isabell Werth und Weihegold sowie Bronze für Kristina Bröring-Sprehe und Desperados in der Einzelwertung gleich drei Auszeichnungen für Pferde zu Buche, die über den NÜRNBERGER BURG-POKAL gefördert wurden.

Weitere Infos unter www.nuernbergerburgpokal.de


14.09.2016
(Nürnberger)

Paralympics 2016: Deutsche Reiter nehmen Kurs auf Silber
 
Rio de Janeiro - Nach den ersten Prüfungen in allen fünf Behinderten-Grades nehmen die deutschen Reiter bei den Paralympics in Rio de Janeiro Kurs auf Mannschafts-Silber. Nachdem bereits Alina Rosenberg (Konstanz, Grade Ib) mit Nea’s Daboun und Elke Philipp (Treuchtlingen, Grade Ia) mit Regaliz über 73 Prozent vorgelegt hatten, brachte heute Steffen Zeibig (Arnsdorf; Grade II) mit Feel Good mit 71,529 Prozent das deutsche Team endgültig auf Silberkurs. Mit einem Zwischenstand von 218,602 Punkten müssen die Deutschen nur den Briten mit 225,884 Punkten Vortritt lassen. Das niederländische Team folgt mit 215,558 Punkten.
 
"Mein Pferd war schon ganz schön heiß, das hatte ich mir nicht so vorgestellt. Zum Glück kennen wir uns gut und vertrauen uns sehr, sonst hätte der Schuss auch nach hinten losgehen können", sagte Steffen Zeibig nach seiner Vorstellung über die Hannoveraner Stute Feel Good."Aber nun weiß ich ja, wie sie auf die Atmosphäre reagiert und kann mich noch besser darauf einstellen. In dieser Situation war es jedenfalls ein tolles Ergebnis." Auch Bernhard Fliegel lobte seinen Schlussreiter: "Steffen stand natürlich unter Riesendruck. Er wusste, dass er über 70 Prozent reiten muss, wenn wir vorne mithalten wollen. Aber er war Profi genug, um das hinzubekommen."
 
Für den Bundestrainer kommt die gute Ausgangsposition seiner Mannschaft nicht ganz überraschend. „Ich habe schon gewusst, dass wir, wenn alle die Leistung bringen, die sie bringen können, ein Wörtchen mitreden können. Aber es muss eben alles passen.“ Bei den nächsten Prüfungen, bei denen es auch um die Vergabe der Einzelmedaillen geht, ist seiner Meinung nach sogar noch der ein oder andere Punkt mehr drin. „Da gibt es schon noch Kleinigkeiten, die besser gehen, das müssen wir jetzt noch nacharbeiten“, sagte er. Etwas Pech hatte zum Auftakt nur die Jüngste der vier Teamreiter, Carolin Schnarre aus Osnabrück. Nach einer laut Bundestrainer „super, super Trabtour“ hatte sich ihr Del Rusch beim Angaloppieren erschreckt. Mit 65,833 Prozent lieferte sie das Streichergebnis. Morgen können die beiden allerdings beweisen, dass sie mehr drauf haben: Um 15 Uhr deutscher Zeit beginnt für die dreifache Bronzemedaillengewinnerin der EM 2015 die entscheidende Medaillenentscheidung in Grade IV.
 
„Super zufrieden“ mit ihrer Championatspremiere war auch Claudia Schmidt (Darmstadt), die mit Romeo Royal heute ebenfalls in der Grade II-Prüfung antrat. „Die Lektionen lief er alle sauber durch, es war eine schöne Trabtour. Insgesamt ließ er sich super aufnehmen, war artig und entspannt. Nur im Schritt fing er leider wieder etwas an zu 'paradieren'", sagte sie. Claudia Schmidt über ihre Championatspremiere. Mit 69,206 Prozent belegte sie Platz acht. „Ziel ist es jetzt, dass sie im Championship Test unter die ersten Sieben kommt und in der Kür starten darf", sagt Bundestrainer Bernhard Fliegel. Am Freitag enden die Paralympics mit den Küren in allen fünf Grades, wo dann noch einmal Medaillen vergeben werden.
 
Ergebnisse 3. Wettkampftag
 
Teamtest Grade II
1. Natasha Baker/GBR mit Cabral; 71,882 Prozent
2. Demi Vermeulen/NED mit Burberry; 71,824
3. Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit Feel Good; 71,529
4. Rixt van der Horst/NED mit Caraat; 71,353
5. Rebecca Hart/USA mit Romani; 69,941
6. Silvia Veratti/ITA mit Zadok; 69,353
..
8. Claudia Schmidt (Darmstadt) mit Romeo Royal; 69,206
 
Zwischenstand Teamwertung nach Teamtest in allen fünf Grades
1. Großbritannien; 225,884
2. Deutschland; 218,544
3. Niederlande; 215,602
4. Belgien; 212,936
5. Dänemark; 211,970
6. Norwegen, 211,280
7. Österreich; 209,116
8. Brasilien; 208,840
9. Italien; 208,500
10. USA; 206,923
11. Singapur; 206,568
12. Australien; 206,231
13. Frankreich; 206,015
14. Kanada; 203,991
 
Weitere Informationen und aktuelle Meldungen rund um die Paralympics gibt es unter www.pferd-aktuell.de/rio2016/paralympics.


14.09.2016
(fn)