Sternstunde im Ostarichi Grand Prix 2014 -
Ivaylo Bonev siegte beim Debüt

 
Lake Arena - Wenn Pferd und Reiter eine harmonische Einheit bilden, so exzellent aufeinander eingespielt sind und einfach zusammengehören, dann kommt es zu Geschichten wie die vom Ostarichi Grand Prix 2014: Ivaylo Bonev, der 33-jährige Bulgare, den wir hier in der Lake Arena schon so oft willkommen heißen durften, erlebte im Ostarichi Grand Prix, dem absoluten Highlight von vier Wochen Springsport auf höchstem Niveau, einen Aufstieg in die oberste Liga und gewann auf seinem Padinus-Sohn „Amazing 27“ den Drei-Sterne-Grand Prix.

Ganz schön mächtig und imposant wirkte der Parcours, der mit seinen 1,55 Meter Höhe den meisten schon auf Augenhöhe emporragte. Kernstücke des von Franz Madl aufgebauten Kurses waren die Mehrfachhindernisse, die bereits seit den Morgenstunden den Platz zierten und den Arrivierten einen ersten Einblick auf die Hürden des Ostarichi Grand Prix 2014 bot. Sowohl die Steil-Oxer-Kombination – auf gerader Linie mit vier kurzen Galoppsprüngen von der Triple-Barre weg anzureiten – als auch die Dreifache in Oxer-Oxer-Steil gehalten forderte den Arrivierten einiges ab und trotz des exquisiten Teilnehmerfeldes – waren doch einige für die Normandie qualifizierte WM-Pferde dabei – und den absoluten Top-Bedingungen, sollten die erhofften Nuller auf sich warten lassen. Die 13 Hindernisse und 16 Sprünge hingegen fehlerfrei überwinden konnten nach einem dramatischen Umlauf vier überglückliche Teilnehmer, die es sich mit ihren Leistungen allemal verdient hatten, im Stechen um den begehrten Grand Prix-Triumph zu fighten.
Mit Startnummer sechs zeigte der 51-jährige Routinier Ralf Runge den ersten fehlerfreien Ritt. Noch vor der Halbzeitpause folgte ihm Ivaylo Bonev, der mit seinem „Amazing 27“ ja bereits beim allerersten Großen Preis am zweiten Rang auftrumpfte. Damals waren allerdings noch nicht Freundin Amanda und Sohnemann Alexander als Glücksbringer dabei, die heute am Rande des Parcoursplatzes fest – und wie sich herausstellte auch mit Erfolg – die Daumen hielten. In der zweiten Hälfte der Prüfung zog zum einen noch Simone Coata unter großem Mitfiebern der italienischen Fraktion ins Stechen ein und zum anderen wurde der Vorarlberger Christian Rhomberg seiner heimischen Favoritenrolle gerecht und flog bei lautstarkem Jubelgeschrei dem Nuller entgegen.
Nachdem Ralf Runge mit einem Abwurf ins Ziel kam, legte der Bulgare mit viel Selbstvertrauen los. Vor den Augen seiner kleinen Familie brillierte er abermals mit einem glorreichen Nuller und nicht zuletzt weil der neunjährige KWPN-Wallach „Amazing 27“ seinem Namen alle Ehre machte. Fehlerfreie 50,86 Sekunden waren die Ansage, die es nun zu schlagen galt. Auf Sicherheit bedacht legte der Italiener mit dem großrahmigen „Cannavaro 17“ los und riskierte weder Tempo noch enge Wendungen. Es zahlte sich auf jeden Fall aus, denn strafpunktefrei reihte er sich in 51,47 Sekunden am zweiten Rang ein. Nun lag alles am Schlussreiter. Mit genügend Selbstvertrauen und Zuversicht konnte unsere heimische Siegeshoffnung allemal in die Entscheidung gehen, denn kein anderer schaffte solch beständige Big Tour-Ergebnisse wie er. Leider war das Glück nicht auf ihrer Seite und ein Fehler am dritten Stechhindernis machten jegliche Siegeschancen für Christian Rhomberg und „Cornetta 13“ zunichte (4. Platz). Mit Marianne Schindele konnten wir eine weitere Erfolgsmeldung aus österreichischer Sicht kundgeben. Die Kärntnerin kassierte mit „Merrywell Alfie Douglas“ lediglich beim Einsprungoxer der Dreifachen einen Abwurf und landete mit einem schnellen Vierfehlerpunkteritt am zwölften Rang.

Small Tour Finale ging an die Niederlande – Jürgen Stenfert flog allen davon

Es war zwar die niederländische Hymne, die wir zum Start des Finaltages in der Lake Arena hörten, aber dennoch konnten wir von einem quasi Heimerfolg für Österreich sprechen. Jürgen Stenfert, immer wieder gern gesehener Stammgast in Wiener Neustadt, bereist seit Jahren schon nahezu jedes Turnier der Lake Arena und zählt mit Sicherheit zu den langjährigsten Freunden des Hauses. Aus diesem Grund hatte man sich mit Jubel und Freude über seinen fulminanten Triumph im Finalspringen der Kleinen Tour nicht zurückgehalten – zumal das Siegerpferd auch heimische Wurzeln hat: „Quebec I“, der sprunggewaltige Nachkomme des Quidam´s Rubin, steht nämlich im Besitz seiner Freundin Elisabeth Boor, die ihn von jungen Jahren an hier in Österreich aufgebaut hat. In 35,54 Sekunden spielte der Niederländer im Zweiphasenspringen all´ seine Routine und Souveränität im Parcours aus und konnte seine größten Mitstreiter Nasser Al Ghazali und Sándor Szász auf die hinteren Ränge verweisen. Mit schnellen Doppelnullrunden jumpten ebenfalls zwei Österreicher in die Platzierung: Neben Christian Rhomberg, dem wir heute Nachmittag im Großen Preis fest die Daumen halten werden, schaffte auch Sascha Kainz den Sprung on Top.

Ertappt! Maximiliane Ruppert ist die Wiederholungstäterin in der Kleinen Elite Tour

Das hatten wir doch gestern schon! Mit einer phänomenalen Performance entschied Maximiliane Ruppert bereits die gestrige Prüfung der Elite Tour Small für sich und setzte ihren Lauf auch prompt im Finalspringen fort: Im Sattel ihrer in Bayern gezogenen Landprinz-Tochter „Pippalotta“ hatte sie den 1,10 Meter hohen Bewerb eröffnet und galoppierte in 61,37 Sekunden uneinholbar allen davon. Selbst der mehrfach prämierte Niels Bulthuis musste sich da hinten anstellen und sich auf „C Joy“ in 61,68 Sekunden geschlagen geben. Dritte wurde Rahel Fabienne Fuchs, die mit „Borita B“ souverän ohne Fehler blieb und in 62,32 auch schnell genug für das Podium war. Mit einem weiteren Nuller an diesem Wochenende sorgte Julia Grünewald für das beste rot-weiß-rote Resultat. Sie wurde mit ihrem erst sechsjährigen Hannoveraner „Pellegrino 46“ in sicher angelegten 68,59 Sekunden Vierte. Darüber hinaus Platzierungen holen konnten Julia Strauss (5. Rang) und Nicole Wrumnig (8. Rang).

Niels Bulthuis war das Nonplusultra in der Elite Tour Big

Ein Stechen, für das sich insgesamt elf TeilnehmerInnen qualifiziert hatten, entschied im Finale der Großen Elite Tour über Sieg oder Niederlage. Hier waren unter anderem mit Niels Bulthuis, Luisa Himmelreich und Maximiliane Ruppert auch die ganz großen Favoriten dabei, die sich am Ende auch den Triumph unter sich ausmachten. Als bester von ihnen zeichnete sich der Jüngste im Bunde aus: Mit viel Mut ausgestattet imponierte der Jungspund auf seiner „California Girl Z“ im höchsten Maße und brillierte im Rahmen des Equestrian Summer Circuits einmal mehr mit der Bestleistung. Die Siegerzeit von 43,58 Sekunden sprach für sich und so jumpte er vor den deutschen Amazonen Luisa Himmelreich (45,20 Sekunden) und Maximiliane Ruppert (45,62 Sekunden) an die Spitze des Klassements. Ganz knapp den Einzug ins Stechen verpasste Doris Hackl, die mit „Zordon“ lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung aus dem 1,20 Meter hohen Umlauf mitnahm und schlussendlich eine Platzierung am zwölften Rang ergatterte.

Die letzte Chance nutzten die Gastgeber: Marianne Schindele on Top

Einen wirklich tollen Abschluss beim Equestrian Summer Circuit bescherte uns die Kärntnerin Marianne Schindele, die nach einem wahrlich überragenden Finaltag gar nicht mehr aus dem Strahlen kam: Nach der Platzierung im Großen Preis mit dem heißblütigen Irländer, der heute übrigens zum allersten Mal einen Drei-Sterne-Grand Prix gelaufen war, holte sie sich auf ihrem „Outlaw II“, einem in Frankreich gezogenen Wallach, den Triumph im Punktespringen mit Joker. In 49,29 Sekunden verwies die Stilistin Maksymilian Wechta am zweiten und Reverdin Vladya am dritten Rang und führte voller Freude die Ehrenrunde an.

Ergebnisse auf www.reitergebnisse.at
News auf www.pferdenews.eu
Infos auf www.lake-arena.at


19.08.2014
(pferdenews.eu)

      
Sieger im Ostarichi Grand Prix, Ivaylo Bonev (Foto: Sibil Slejko)

Finalisten aus Niedersachsen stehen fest
Madeline Kutscher gewinnt Halbfinale der Warsteiner Reitsport-Förderung 2014 in Dobrock

 
Warstein - Madeline Kutscher vom RFV Sögel e.V. hat beim Großen Dobrock-Turnier 2014 das Halbfinale der Warsteiner Reitsport-Förderung gewonnen. Mit der Note 8.4 setzte sich die Juniorin mit ihrer 10-jährigen Hannoveraner Stute Filou D an die Spitze.

Damit ist die junge Springreiterin für das Finale der Warsteiner Reitsport-Förderung qualifiziert, das traditionell bei der Warsteiner Champions Trophy im Oktober ausgetragen wird.
Neben Madeline Kutscher konnten sich noch neun weitere Junioren-Springreiter aus Niedersachsen ein Ticket für das Finale der Warsteiner Reitsport-Förderung sichern. In der Endrunde vom 17. bis 19. Oktober in Warstein dürfen die jeweils zehn besten Halbfinalisten aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Westfalen antreten.

Diese jungen Reiter vertreten Niedersachsen beim Finale in der Reihenfolge der Platzierung:

Madeline Kutscher (RFV Sögel e.V.) mit Filou D, Pia Luisa Klintworth (RV Harsefeld u. Umg.) mit Claire, Liesa Behrens (RV Sudweyhe e.V.) und Lara, Giulia Petersmeier (RV St. Jürgen u.U. e.V.) mit Surprise, Julius Meyer und Stacco (RV Aller-Weser), Sarah Kleineberg (RV Wilkenburg e.V.) mit Emmy go lightly, Kristina Lehing (RV Wagenfeld e. V.) und Choco de Luxe, Anna-Lena Straube (RV Hannover) mit Clifford, Catharina Mentz (RV Leichttrab Wildeshausen) und Clintero sowie Nicolas von Bötticher (RV Lilienthal u.U. e.V.) und Sultan.


Warsteiner Brauerei
Die Warsteiner Brauerei, gegründet 1753, zählt zu den größten Privatbrauereien Deutschlands. Ihr Flaggschiff ist die Marke WARSTEINER Premium Verum, die deutschlandweit zu den beliebtesten Biermarken zählt. Neben der Warsteiner Brauerei gehören zur Warsteiner Gruppe auch die Paderborner Brauerei (Paderborner, Isenbeck, Weissenburg), die Herforder Brauerei (u.a. Herforder Pils), die Privatbrauerei Frankenheim (Frankenheim Alt) sowie eine Beteiligung an der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg (König Ludwig Dunkel, König Ludwig Weissbier, König Ludwig Hell). Mittlerweile vertreibt die Warsteiner Gruppe ihre Produkte in über 60 Länder der Welt.


19.08.2014
(comtainment GmbH)

Ergebnisdienst vom 12. bis 17. August
 
Warendorf - Sieger und Plazierte in Bishop Burton/GBR, Drebkau, Zeiskam, Wingst-Dobrock, Hambach, London/GBR, San Giovanni/ITA, Choczewo/POL, Wiener Neustadt/AUT und Ommen/NED Europameisterschaft Junioren Vielseitigkeit (CH-EU-J) vom 14. bis 17. August in Bishop Burton/GBR Mannschaftswertung Gold: Irland; 149,10 Silber: Deutschland; 151,20 (Rebecca Juana Gerken (Rümpel) mit Scipio/Flora Reemtsma (Groß-Walmstorf) mit Ikarosz/Hanna Knüppel (Kisdorf) mit Carismo/Jerome Robiné (Darmstadt) mit Quaddeldou R) Bronze: Frankreich; 159,40 Einzelwertung: Gold: Anna Wilks (GBR) mit Touch of Pleasure; 41,20 (Dressur 41,20/Gelände 0/Springen 0) Silber: Cathal Daniels (IRL) mit Rioghan Rua; 42,50 (41,70/0,80 /0) Bronze: Jermone Robiné (Darmstadt) mit Quaddeldou R; 42,80 (40,00/2,80/0) … 6. Tina Krüger (Fahrenzhausen) mit Dolce Mia; 45,50 (41,50/0/4) … 15. Rebecca Juana Gerken (Rümpel) mit Scipio; 51,50 (43,50/0/8) … 23. Flora Reemtsma (Groß-Walmstorf) mit Ikarosz; 56,90 (52,90/0/4) … 30. Hannah Knüppel (Kisdorf) mit Carismo, 61,40 (50,60/6,80/4) … 49. Kai Ruggaber (Reutlingen) mit Carnamoyle; 88,00 (50,40/29,60/8) Weitere Informationen unter www.bishopburton.ac.uk, E-Mail junioreuropeans@bishopburton.ac.uk Deutsche Meisterschaften der Zweispänner und Pony-Zweispänner sowie WM-Sichtung der Einspänner vom 14. bis 17. August in Drebkau Deutsche Meisterschaft Zweispänner Gold: Sebastian Warneck (Rangsdorf); 123,92 (Dressur 47,19/Marathon 73,59/Hindernisfahren 3,14) Silber: Anna Sandmann (Lähden); 124,08 (47,02/73,37/3,69) Bronze: Stefan Schottmüller (Kraichtal); 125,00 (45,84/75,79/3,37) Deutsche Meisterschaft Zweispänner Pony Gold: Dieter Baackmann (Emsdetten); 110,64 (Dressur 39,94/Marathon 71/Hindernisfahren 0) Silber: Jan-Felix Pfeffer (Oering); 114,89 (40,06/74,83/0) Bronze: Niels Kneifel (Wunstorf); 124,05 (54,21/69,84/0) Kombinierte Wertung Einspänner 1. Klaus Tebbe (Neuenkirchen); 120,41 (Dressur 49,34/Marathon 71,07/Hindernisfahren 0) 2. Philipp Faißt (Lahr); 121,23 (44,80/73,43/3) 3. Marlen Fallak (Bad Langensalza OT Nägelstedt); 123,33 (49,22/68,11/6) Weitere Informationen unter www.ruf-drebkau.de Deutsche Jugendmeisterschaften Dressur und Springen vom 15. bis 17. August in Zeiskam Deutsche Meisterschaft Springen Junge Reiter Gold: Guido Klatte jun. (Lastrup) mit Cornet’s Prinz; 6,39 (1. Wertung 2,39/2. Wertung 0/Finale 0/4) Silber: Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Cooper; 7,37 (3,12/0/4/0,25) Bronze: Laura Klaphake (Steinfeld) mit Nifrane de Kreisker; 8,00 (0/4/4/0) Deutsche Meisterschaft Springen Junioren Gold: Theresa Ripke (Steinfeld) mit Calmado; 4,05 (1. Wertung 4,05/2. Wertung 0/Finale 0/0) Silber: Teike Carstensen (Sollwitt) mit Cara Mia; 5,12 (1,12/0/0/4) Bronze: Jesse Luther (Wittmold) mit Tibro; 5,45 (1,45/0/4/0) Deutsche Meisterschaft Springen Pony Gold: Enno Klaphake (Steinfeld) mit Nikolina; 0 (1. Wertung 0/2. Wertung 0/Finale 0/0) Silber: Philipp Schulze Topphoff (Nordwalde) mit Mentos Junior; 4/33,25 (0/0/0/4,33,25) Bronze: Lars Volmer (Legden) mit Carrick; 4/33,82 (0/0/0/4/33,82) Deutsche Meisterschaft Springen Children Gold: Max Haunhorst (Hagen) mit Florida Lady Ixes; 0/39,30 (1. Wertung 0/2. Wertung 0/Finale 0/0/39,30) Silber: Joan Wecke (Möser OT Schermen) mit Nena; 0/42,61 (0/0/0/0/42,61) Bronze: Beeke Carstensen (Sollwitt) mit Venetzia; 4 (0/0/0/4) Deutsche Meisterschaft Dressur Junge Reiter Gold: Sönke Rothenberger (Bad Homburg) mit Cosmo; 235,025 (1. Wertung 76,930/2. Wertung 78,070/Finale 80,025) Silber: Lisa-Maria Klössinger (Aicha) mit FBW Daktari; 70,614/74,825/76,000) Bronze: Bianca Nowag (Ostbevern) mit Fair Play RB; 219,698 (71,491/72,807/75,400) Deutsche Meisterschaft Dressur Junioren Gold: Anna-Christina Abbelen (Kempen) mit Fürst on Tour; 239,789 (1. Wertung 77,883/2. Wertung 77,456/Finale 84,450) Silber: Semmike Rothenberger (Bad Homburg) mit Geisha; 224,381 (71,622/73,509/79,250) Bronze: Jessika Krieg (Heinsberg) mit Reverse Side; 222,945 (71,892/73,553/77,500) Deutsche Meisterschaft Dressur Pony Gold: Maike Mende (Nordwalde) mit Desert Rose; 236,308 (1. Wertung 76,538/2. Wertung 77,195/Finale 82,575) Silber: Semmike Rothenberger (Bad Homburg) mit Golden Girl; 231,389 (76,026/75,163/80,200) Bronze: Raphael Netz (Wiesbaden) mit Schierensee’s Don’t do it; 217,594 (71,496/71,748/74,350) Bundesnachwuchschampionat Dressur Gold: Ann-Cathrin Rieg (Schwäbisch-Gmünd) mit Bendix; 25,7 (1. Wertung 8,3/2. Wertung 8,5/Finale 8,9) Silber: Annika Rühl (Voerde) mit Fidelia; 25,4 (8,5/8,4/8,4) Bronze: Fabienne Schlösser (Berg) mit Emilie; 24,3 (7,8/8,3/8) Weitere Informationen unter www.djm2014.de Nationales Dressur- und Springturnier vom 14. bis 17. August in Wingst-Dobrock Großer Preis 1. Carsten-Otto Nagel (Norderstedt) mit Lex Luger; 0/41,13 2. Peter Korn-Finke (Garbsen) mit Calistra; 0/43,33 3. Jonas Vervoort (Steinfeld) mit Diarado; 0/43,76 Grand Prix 1. Kathleen Keller (Salzhausen-Luhmühlen) mit Wonder FRH; 68,700 Prozent 2. Kirsten Sieber (Dortmund) mit Charly WRT; 66,867 3. Susan Pape (Hemmoor) mit Harmony's Fiorano; 66,167 Grand Prix Special 1. Susan Pape (Hemmoor) mit Harmony's Fiorano; 70,858 Prozent 2. Kathleen Keller (Salzhausen-Luhmühlen) mit Wonder FRH; 68,186 3. Kirsten Sieber (Dortmund) mit Charly WRT; 66,520 Weitere Informationen unter www.dobrock-turnier.de Internationales Vielseitigkeitsturnier (CIC2*) vom 15. bis 17. August in Hambach CIC2* 1. Andreas Dibowski (Döhle) mit Chardonnay de L’Ocean; 50,00 (Dressur 48,40/Gelände,1,60/Springen 0) 2. Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Butts Avedon; 50,00 (47,60/2,40/0) 3. Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Eskadia; 50,20 (42,20/4/4) CIC1* 1. Julia Mestern (Kettershausen) mit Grand Prix Iwest; 42,40 (Dressur 40,40/Gelände 0/Springen 2) 2. Vanessa Bölting (Münster) mit After Eight; 44,30 (44,30/0/0) 3. Julia Mestern (Kettershausen) mit Phips; 48,30 (48,30/0/0) Weitere Informationen unter www.pferdefreunde-lindenhof-hambach.de Internationales Springturnier (CSI5* GCT) vom 15. bis 17. August in London/GBR Großer Preis 1. Scott Brash (GBR) mit Hello Sanctos; 0/0/38,54 2. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Zinedine; 0/0/43,85 3. Maikel van der Vleuten (NED) mit Vdl Groep Verdi Tn N.O.P.; 0/4/41,76 Weitere Informationen unter www.globalchampionstour.com Internationales Springturnier (CSI3*/1*/P) vom 14. bis 17. August in San Giovanni Marignano/ITA Großer Preis 1. Juan Carlos Garcia (ITA) mit Moka de Mescam; 0/0/44,07 2. Stefan Eder (AUT) mit Pous PSG; 0/0/44,32 3. Francesco Franco (ITA) mit Banca Popolare di Bari Cas.; 0/0/45,15 … 19. Otto Steuer (Balgach/SUI) mit Wirbelwind; 4/82,73 Weitere Informationen unter www.horsesrivieraresort.it, E-Mail concorsi@horsesrivieraresort.it Internationales Springturnier (CSI3/YH) vom 12. bis 17. August in Choczewo/POL Großer Preis 1. Abdullah Alsharbatly (KSA) mit Callahan; 0/0/44,45 2. Piergiorgio Bucci (ITA) mit Renata du Theil; 0/0/50,54 3. Mariano Maggi (SWE) mit Easy Contact Hulman; 0/0/50,85 … 9. Janne Friederike Meyer (Schenefeld) mit Goja; 4/0/46,23 Weitere Informationen unter www.balticatour.com Internationales Springturnier (CSI3*/YH) vom 12. bis 17. August in Wiener Neustadt/AUT Großer Preis 1. Ivaylo Bonev (BUL) mit Amazing; 0/50,86 2. Simone Coata (ITA) mit Cannavaro; 0/51,47 3. Ralf Runge (Montabaur) mit Summersault; 4/49,21 Weitere Informationen unter www.lake-arena.at Internationales Springturnier (CSI3*) vom 14. bis 17. August in Ommen/NED Großer Preis 1. Jesper Romp (NED) mit Balouska; 0/0/37,89 2. Tim Rieskamp-Gödeking (Steinhagen) mit Lautermann; 0/0/38,02 3. Gerco Schröder (NED) mit Cognac Champblanc; 0/0/38,28 Weitere Informationen unter www.jumpingderiehoek.nl

18.08.2014
(FN)

100 Fohlen bei der Schau des Pferdestammbuch SH/HH
 
Bad Segeberg - Zum 17ten Mal nutzte das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg den Rahmen des Landesbreitensportfestivals auf der Rennkoppel in Bad Segeberg, um sein alljährliches Fohlenchampionat auszurichten. Auf zwei Ringen präsentierten sich rund 100 Fohlen aus 24 Rassegruppen, um die schönsten, besten und viel versprechendsten Youngster zu küren.

Die Jury hatte es nicht leicht. „ Die Qualität der Fohlen ist in diesem Jahr allererste Sahne“, betonte Verbandsvorsitzender Hans-Heinrich Stien aus St. Peter Ording. Top in Schuss und in bester Halbstarken-Manier sprangen die rund sechs Monate jungen Nachwuchsstars zur Begeisterung der großen und vor allem kleinen Zuschauer keck über den Platz. Denn sie alle werden in den kommenden Wochen von ihren Müttern getrennt und bei den meisten waren die Bande zur langsam versiegenden vierbeinigen Milchbar schon erkennbar schwach.

Getrennt nach Rassegruppen und Geschlecht stellten die Richter die jeweiligen Sieger an die Spitzen von starken Gruppen. Keine Konkurrenz hatte das einzige Fellpony, Peatmeadows Filou von Meike Gäthje-Bellmann aus Prinzenmoor und auch die winzige Amerikanische Miniatur Esel-Dame Madam vom Südseehof (Friederike Gitzel, Sörup) hatte keine Mitbewerberin. Die Rasse der Deutschen Reitponys war wie immer umso größer. Einen Doppel-Erfolg landete das Gestüt Steendiek von Peter Böge aus Schönhorst, das mit Steendieks Princess die Siegerin der Stutfohlen und mit einem noch namenlosen Braunfalben auch den Sieger der Hengstfohlen stellen. Beide Youngster stammen ab von Morgensterns Dalai. Auch bei den Welsh Ponys gab es einen Doppelerfolg: Familie Wieczorek aus Norddeich stellte sowohl den Sieger in der Sektion A, Ponyland Yakari, als auch, mit Ponyland Sunrise, den Sieger in der Sektion C. „Wir sind sehr froh, dass wir wieder so viele verschiedene Rassen vertreten haben, das ist die beste Werbung, die wir für uns machen können“, betonte Stien.

Aller Ergebnisse unter: www.pferdestammbuch-sh.de


18.08.2014
(Pressemitteilung)

      
Die Leistungsschau der Pferdestammbuch-Fohlen in Bad Segeberg (Foto: Dagmar Heller)

Sport trifft Tradition – Der neue Trailer vom VIENNA MASTERS
 
Ebreichsdorf - Wer wissen will was Pferde mit Musik und vor allem einem lackschwarzen Flügel zu tun haben, der sollte sich den neuen Vienna Masters Trailer ansehen.

So wie der Wiener Walzer die österreichische Musiktradition vermittelt, steht das Pferd für Kraft, gepaart mit Eleganz, Ausdruck und Stärke. Beim neuen Trailer vom VIENNA MASTERS fließt die Macht der Musik im Gleichklang mit der Kraft des Pferdes in eine Botschaft: Edler, einzigartiger und spannender geht es nicht! Das Video gibt es hier zu sehen.

Der Countdown läuft – In 32 Tagen startet das Longines Global Champions Tour VIENNA MASTERS 2014
Die besten Reiter mit den besten Pferden an den schönsten Plätzen der Welt! Vom 18. bis 21. September 2014 macht die Longines Global Champions Tour im Rahmen des Longines Global Champions Tour VIENNA MASTERS Station in Österreich. Heuer findet die „Formel I“ des internationalen Springreitsports mit Dressur, Show und einer sehenswerten Shoppingmeile direkt im MAGNA RACINO statt. Nur 25 Kilometer von Wien entfernt, mit einer Shuttlebus-Verbindung leicht zu erreichen, sowie mit erstklassigen Bedingungen für Pferd und Reiter gibt Österreichs größter Pferdesportpark den perfekten Rahmen für dieses einmalige Gastspiel.

Wer sich schon mal einen Überblick vom „Pferd findet MAGNA RACINO“ machen will, der aktuelle 3D Plan auf der Website zeigt das Veranstaltungsgelände mit Tribünen, Food Corner, Shopping Village, dem Stadion sowie den Zuschauerbereichen. Eigens für das Longines Global Champions Tour VIENNA MASTERS wird eine Flutlichtanlage und eine komplette Zeltstadt im Magna Racino errichtet, die Stars sind zum Angreifen nahe und der Event einfach unvergesslich.

Noch keine Karten?
Karten online kaufen, das ist beim VIENNA MASTERS kein Problem. tickets.viennamasters.at oder www.oeticket.at anklicken und buchen.


18.08.2014
(reitsportnews.at)

      
Die Veranstalter hoffen so die Zuschauer anzusprechen - der Werbeclip! (Foto: DPG Event GmbH)

Sommerausklang mit Springsport im Doppelpack im Pferdesportpark MAGNA RACINO
 
Ebreichsdorf - Reiter und Pferde aus sechs Nationen werden am kommenden Wochenende, von 22.-24. August, das Ende der Sommerpause im Pferdesportpark MAGNA RACINO einläuten. Insgesamt 33 Bewerbe, von Ponyspringen und lizenzfreien Bewerben ab 85 cm über diverse Springpferdeprüfungen bis hin zu Geldpreis S1* Springen mit stattlichen Hindernissen von 140cm Höhe, wird für jede Klasse und jedes Niveau etwas dabei sein.

Nach diesem nationalen Springturnier der Kategorie B* gibt es am letzten Augustwochenende (30.-31.8.2014) im Rahmen eines Springturnieres der Kategorie C noch einmal die Möglichkeit, den großzügigen Outdoor Springplatz zu nutzen. Dieses Turnier orientiert sich ausschreibungstechnisch an den Bedürfnissen von zwei- und vierbeinigen Turniereinsteigern, ambitionierten Freizeitreitern und Amateur-Turnierreitern auf Großpferden oder Ponys. Die Bewerbe beginnen ebenfalls bei einer Höhe von 85 cm, finden aber ihren Höhepunkt täglich in einem Geldpreis-Springen mit einer maximalen Höhe von 130cm.

Abschluss im September

Den Abschluss der Outdoor Springsportsaison im MAGNA RACINO bildet ein weiteres nationales C Turnier in Kombination mit einem Dressurturnier (Indoor) von 27.-28. September.


18.08.2014
(Pressemitteilung)

      
Stalljockey Stefanie Bistan gehört zu den beständigen Gästen (Foto: Pressemitteilung)

Grischa Ludwig: Vize-Champion auf der ARHA-Futurity in Wiener Neustadt
 
Wiener Neustadt - Im Finale der österreichischen ARHA-Futurity in Wiener Neustadt, zirka 50 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Wien gelegen, belegte der Bitzer Professional Grischa Ludwig die Plätze zwei, sieben und acht. „Bisher war das Jahr für mich durch die vielen Siege und Platzierungen sehr erfolgreich“, stellte der Baden-Württemberger nach dem Finale fest und freut sich nun „auf die Weltreiterspiele in der Normandie“, dem saisonalen Höhepunkt.

Nachdem der 40-Jährige im Vorlauf der Open, Level 4, im Sattel des vierjährigen Quarter-Horse-Hengstes „Lil Smokeing Gun“ („Smart Chic Olena“ x „Playguns Smokin“), der von Jim Babcock gezogen wurde und im Besitz von de Bruin Reininghorses aus den Niederlanden steht, mit einer 219,5 die Akzente setzte, musste Grischa Ludwig beim Schluss-Akkord dem Italiener Nicola Cordioli, der „Playboy Snapple“ aufgezäumt hatte, den Vortritt lassen. Zwar zeigte der Hausherr und Trainer vom Schwantelhof im Finale erneut einen klasse Ritt und steigerte sich um 4,5 Punkte auf eine 223, doch die von Cordioli vorgelegten 225,5 Zähler konnte der WM-Fünfte von 2010 nicht toppen.

„Ich hatte einen Überdreher in meinem Lauf. Aber auch ohne diesem Patzer glaube ich nicht, dass ich an Nicola vorbeigekommen wäre“, sagte fairerweise der Vize-Champion. Francesco Martinotti (Italien, 221,5) mit „Fancy Revolution“ wurde auf Rang drei platziert. Mit Natalie Schaffner Hirschis (Schweiz) „Whiza Streak Of Luck“ und einer 214 wurde der Trainer im Endklassement von den Juroren zudem auf dem achten Platz eingereiht. „Schade. Ein Wechselfehler und Penalty verhinderte eine höhere Wertung“, erklärte Ludwig.

Bei den dreijährigen mit SL Customizec Grace im Finale
Für den Endlauf bei den dreijährigen Pferde hatte sich Grischa Ludwig mit „SL Customized Grace“ (Besitzerin: Adrienne Speidel, Schweiz) und einem 213er-Score qualifiziert. Trotz einer 218er-Wertung im Finale reichte es für die Reiter-Pferd-Kombination in der Endabrechung lediglich zu Platz sieben. „Mit der Leistung war ich trotzdem sehr zufrieden, denn wir haben den Fokus auf andere Wettbewerbe gelegt. Das Pferd habe ich mitgenommen, damit es Erfahrungen sammeln konnte“, sagte der Chef vom Schwantelhof. Diese Platzierung musste sich der deutsche WM-Teilnehmer allerdings mit Stefano Cerutti mit „Star Whiz It“ und Francesco Martinotti (beide Italien) auf „DJ Ruf“ teilen.

Mit diesen großartigen Leistungen bestätigte der deutsche Vorzeige-Reiner erneut, der bei den Weltreiterspielen mit „Custom Del Cielo“ die deutschen Farben vertreten wird, seine be-achtliche Form. Unter anderem gewann Grischa Ludwig im vergangenen Jahr Mannschafts-gold – und im Einzel die bronzene Plakette bei der FEI-Europameisterschaft in Augsburg. Anno 2014 siegte er in der NRHA-Breeder’s-Futurity und im Derby. Außerdem wurde der Schwabe mit dem „Smart Chic Olena“-Sohn „Lil Smokeing Gun“ überlegener Jackpot-Open-Champion beim LQH-Reining-Masters in Bitz.

Der WM-Fahrplan:
Am Donnerstag wird das Pferd im Auftrag vom DOKR (Warendorf) von der Spedition Johannsmann (Gütersloh), mit 15 Transportern Europas größtes Pferdetransport-Unternehmen, auf dem Schwantelhof verladen. Gleichzeitig wird sich auch das LQH-Team auf den Weg in die Normandie machen. Der Mannschaftswettbewerb findet am 25. und 26. August 2014 statt. Die besten Reiter werden dann am 30. August zum Einzelfinale antreten.


17.08.2014
(Hans-Peter Viemann)

      
Grischa Ludwig mit Lil Smoking Gun auf Rang 2 (Foto: Dirk Büttner)

EM Junioren Vielseitigkeit: Silber für deutsches Team
 
Bishop Burton/Grossbritannien - Bei den Junioren-Europameisterschaften Vielseitigkeit im britischen Bishop Burton hat die deutsche Mannschaft die Silbermedaille gewonnen. In der Einzelwertung gab es Bronze für Jerome Robiné aus Darmstadt mit Quaddeldou R.

Es war eine Achterbahnfahrt für die deutschen Reiter. Nach Dressur noch auf Rang drei, rückte die deutsche Mannschaft nicht zuletzt dank der souveränen Nullrunden von Rebbeca Juana Gerken (Rümpel) und Scipio und Flora Reemtsma (Groß-Walmstorf) mit Ikarosz im anspruchsvollen Gelände auf den Spitzenplatz vor. Da auch Hanna Knüppel (Kisdorf) mit Carismo, sondern auch Schlussreiter Jerome Robiné mit Quaddeldou R ohne Hindernisfehler, nur etwas zu langsam im Ziel gekommen waren, hatten die Deutschen vor dem Springen mehr als zwei Abwürfe Vorsprung auf die Titelverteidiger Irland. Dieser war allerdings aufgebraucht, nachdem Robiné als letzter und einziger deutsche Starter im Parcours blieb. Vor ihm machten sowohl Hanna Knüppel, als auch Flora Reemtsma einen Fehler, bei Rebecca Gerken fielen sogar zwei Mal die Stangen. Schließlich hatte der letzte irische Reiter Cathal Daniels mit Rioghan Rua noch in der Hand, dem Team von Bundestrainer Rüdiger Schwarz durch einen Fehler die Goldmedaille zu bescheren. Der 17-Jährige tat den Deutschen diesen Gefallen nicht: Er drehte eine Nullrunde und sicherte damit seiner irischen Mannschaft den zweiten Titel in Folge. Die Bronzemedaille ging nach Großbritannien.

Für Daniels gab es darüber hinaus die Silbermedaille, nachdem auch die deutsche Einzelreiterin Tina Krüger (Fahrenzhausen) mit Dolce Mia mit einem Abwurf vom zweiten auf den sechsten Platz zurückfiel. Damit war wie schon nach der Dressur Jerome Robiné der beste Deutsche und durfte sich über die Bronzemedaille freuen. Nicht zu rütteln war allerdings am Sieg der Britin Ann Wilks, die mit Touch of Pleasure als führende nach Dressur und Gelände ins Springen startete. Sie erwies sich als nervenstark, blieb fehlerfrei und gewann damit die Goldmedaille.


17.08.2014
(FN-Aktuell)

      
Das irische Team sicherte sich in Bishop Burton die Goldmedaille (Foto: FEI)

Fahren: Warneck und Baackmann holen Gold
 
Drebkau - Das Fahrsportzentrum Raakow-Drebkau südwestlich von Cottbus war an diesem Wochenende Austragungsort der Deutschen Meisterschaften der Zweispännerfahrer. In der Konkurrenz der Pferde gewann der Potsdamer Sebastian Warneck seine siebte Goldmedaille, bei den Pony-Zweispännern holte sich Dieter Baackmann (Emsdetten) zum zweiten Mal Gold.

Während Dieter Baackmann nahezu einen Start-Ziel-Sieg hinlegte, war bei den Großpferden zunächst kein eindeutiger Favorit auszumachen. Die Dressur gewann Rainer Bruelheide aus Halle in Westfalen. Der 58-jährige gehört seit mehr als 30 Jahren zur deutschen Zweispännerszene und konnte sich in Drebkau mit 44,54 Punkten gegen Stefan Schottmüller (Kraichtal/45,84) und einen der Hausherren der Anlage, Torsten Koalick (46,01), durchsetzen. Im 25-köpfigen internationalen Teilnehmerfeld folgte die erst 19-jährige Anna Sandmann (Lähden) mit 47,02 Punkten auf Platz vier, Sebastian Warneck war Fünfter mit 47,19 Punkten. Den Marathon mit sieben schweren Hindernissen gewann der Niederländer Stan van Eijck (70,55 Punkte). Platz zwei ging an die Deutsche Meisterin von 2011, Carola Slater-Diener aus Lähden (71,85), als Dritter kam Arndt Lörcher (Wolfenbüttel) mit 72,21 Punkten ins Ziel. Vierter wurde der Tscheche Josef Hrouda (72,69), Fünfte Anna Sandmann mit 73,37 Punkten. Der Abstand zwischen dem Sieger und dem Zehntplatzierten betrug gerade mal sechs Punkte. Auch in der Zwischenwertung war noch alles offen: In Führung lag Anna Sandmann mit einem hauchdünnen Polster von 0,39 Punkten, der Vorsprung von Sebastian Warneck gegenüber Arndt Lörcher betrug 0,27 Punkte, Lörcher seinerseits hatte lediglich 0,58 Punkte Vorsprung vor Stefan Schottmüller und 1,47 Punkte vor Carola Slater-Diener, die nach Dressur und Gelände an fünfter Stelle rangierte. Das Hindernisfahren war ein einziger Krimi und zerrte nicht nur an den Nerven der Beteiligten. Keiner der Teilnehmer kam ohne Fehler aus dem Parcours. Carola Slater-Diener, die als erste der fünf Führenden an den Start musste, hatte 4,21 Punkte, Lörcher kam auf 7,95 Punkte und fiel damit hinter Diener zurück. Für Schottmüller kamen 3,37 Punkte aufs Konto, Warneck erreichte mit 3,14 Punkten das Ziel. Ein starker Druck lastete nun auf der jungen Anna Sandmann: Sie hatte ebenfalls nur einen Abwurf, war aber etwas langsamer als Warneck (3,69 Punkte). Das hieß Gold für Warneck mit exakt 0,16 Punkten Vorsprung vor Sandmann. Ein fantastischer Erfolg für die Tochter von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann, die zwar schon im Alter von sechs Jahren begann, Kutsche zu fahren und auch im Sattel viele Erfolge feiern konnte, sich aber erst 2011 ganz für den Fahrsport entschied. Die beste DM-Platzierung der angehenden Bürokauffrau war 2013 Rang sechs. Bronze 2014 gewann – wie schon 2013 – der 36-jährige Stefan Schottmüller. Carola Slater-Diener wurde Vierte, Arndt Lörcher Fünfter.

Pony-Zweispänner-Titel an Baackmann

16 Teilnehmer kämpften in der Konkurrenz der Pony-Zweispänner um die Meisterschärpe. In der Dressur blieb nur Dieter Baackmann unter der 40-er-Marke. Mit 39,94 Punkten gewann der 50-jährige Emsdettener hauchdünn vor Jan-Felix Pfeffer (Hamburg), der mit 40,06 Punkten das Viereck verließ. Damit setzten sich die Beiden schon etwas von der Konkurrenz ab: Dritter wurde mit 43,01 Punkten Christof Weihe (Minden), Niels Kneifel (Wunstorf) kam mit 54,21 Punkten auf Platz vier, Thomas Schuppert (Halle-Seeben) wurde Fünfter (57,60). Im Gelände lieferten sich Baackmann und Kneifel ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Beide fuhren in je drei Hindernissen Bestzeiten, am Ende hatte der 21-jährige Kneifel die Nase vorn. 69,84 Punkte lautete sein Ergebnis, genau 71 Punkte das von Baackmann. Auf Platz drei folgte Martin Stübing (Neustadt-Dosse/73,67), nur 0,03 Punkte dahinter Hubert Häringer aus Gundelfingen. Eng ging es auch auf den weiteren Plätzen zu: 5. Thomas Schuppert / 73,78 Punkte, 6. Max Berlage (Schüttorf) / 73,97, 7. Jan Schuster (Seehausen) / 74,12 und 8. Birgit Kohlweiß / 74,60. Pech hatte Christof Weihe: Er kippte in Hindernis 2 um und schied aus. Vor dem abschließenden Hindernisfahren führte Baackmann das Feld vor Pfeffer und Kneifel an, an dieser Reihenfolge änderte sich dann auch nichts mehr. Baackmann gewann Gold, Pfeffer Silber und Kneifel, der das Hindernisfahren anführte, holte sich wie schon 2012 Bronze. DM-Vierter wurde Thomas Schuppert, Fünfter Max Berlage.


17.08.2014
(FN-Aktuell)

DJM Zeiskam: Die neuen Meister sind ermittelt
 
Zeiskam - Die Würfel sind gefallen: Die neuen Deutschen Nachwuchsmeister im Springen heißen Guido Klatte jun. (Junge Reiter) Theresa Ripke (Junioren), Max Haunhorst (Children) sowie Enno Klaphake (Ponys). In der Dressur sicherten sich bei der DJM im rheinland-pfälzischen Zeiskam Sönke Rothenberger (Junge Reiter), Anna-Katharina Abbelen (Junioren) und Maike Mende (Ponys) die DM-Goldmedaille.

Gastgeber der DJM 2014 war das rheinland-pfälzische Zeiskam, wo bereits 1982 und 2005 die nationalen Titelkämpfe ausgetragen wurden. In diesem Jahr hatte der rund 450 Mitglieder starke Verein sein 60-jähriges Jubiläum zum Anlass genommen, sich erneut um die DJM zu bewerben. Geboten wurde ein Turnier der kurzen Wege, kombiniert mit Pfälzer Herzlichkeit und familiärer Atmosphäre. Besonders bewundernswert: nahezu alle Bereiche der Veranstaltung inklusive des traditionellen Länderabends wurden mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer gestemmt.

Enno Klaphake gewinnt bei den Pony-Springreitern
Als Erstes wurden die Medaillen bei den Ponyspringreitern vergeben. Von vier Paaren, die mit weißer Weste ins Finale eingezogen waren, blieben am Ende die drei Mitglieder des EM-Bronzeteams von Millstreet übrig, die daraufhin ins Stechen einzogen. Die Vierte, Carla Schumacher (Bottrop) war mit High Dream N zwar ebenfalls fehlerfrei, hatte sich jedoch in den beiden Umläufen des Finales Zeitfehler eingehandelt. Als erster Starter im Stechen legte Titelverteidiger Lars Volmer (Legden) mit seinem Schimmel Carrick schon schnell los, kassierte jedoch am letzten Sprung einen Fehler. Daraufhin wollte es Philipp Schulze Topphoff richtig wissen. Er war mit Mentos Junior noch schneller als sein Teamkollege – doch auch bei ihm fiel am letzten Sprung die Stange. Damit hatte es der Jüngste des Trios, der erst 14-jährige Enno Klaphake (Steinfeld) mit einer Nullrunde in der Hand, den Titel zu holen. Auch bei ihm klapperte es am letzten Sprung – doch alles blieb liegen. Mit erhobener Siegerfaust ritt er durchs Ziel. „Damit habe ich nicht gerechnet, ich hätte eher Philipp als Meister gesehen“, sagte er nach seinem Ritt. Dieser wurde wie im vergangenen Jahr in München Zweiter. Lars Volmer wurde Dritter. „Es hat sich hier gezeigt, dass sich die Routine durchsetzt“, sagt Bundestrainer Peter Teeuwen. Für Volmer und Schulze Topphoff, aber auch für die viermalige Preis-der-Besten-Siegerin Justine Tebbel, die in Zeiskam Platz fünf belegte, ist es allerdings das letzte Pony-Jahr. „Wir werden jetzt die Herbstlehrgänge und den Winter dazu nutzen, neue Paare aufzubauen“, sagte Teeuwen. Einzelne Kandidaten hat er in Zeiskam bereits entdeckt. Bis sie soweit sind, in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Vorgänger zu treten, wird es aber eine Weile dauern.

In der Altersklasse Children waren es sogar acht Paare, die die beiden ersten Wertungsprüfungen mit Doppel-Null beenden konnten. Nach zwei Umläufen des Finales blieben genau drei übrig, die wie bei den Ponyreitern um die Medaillen stechen mussten. Max Haunhorst (Hagen a.T.W), der mit Florida Lady Ixes bereits bei den EM in Arezzo seine Qualitäten im Stechen erfolgreich unter Beweis stellen konnte, bewies auch in Zeiskam Nerven. Er blieb fehlerfrei und war auch schneller als Joan Wecke aus Sachsen-Anhalt, die mit der selbst gezogenen Stute Nena ihre DM-Premiere mit der Silbermedaille krönte. Auf dem Bronzerang landete dagegen wieder eine der Favoritinnen der DJM, Beeke Carstensen (Sollwitt) mit Venetzia, der als Einziger ein Fehler im Stechen unterlief. Der Sieg im Finalspringen selbst ging an Calvin Böckmann (Lastrup) mit Carvella Z, der EM-Bronzemedaillengewinner der Ponyvielseitigkeitsreiter, der wegen eines Fehlers im ersten Wertungsspringen allerdings keine Chance auf den Einzug ins Stechen und auf eine Medaille hatte.

3 Holsteiner dominieren bei den Junioren
„Der sportliche Ablauf und der ganze Rahmen hier waren hervorragend“, sagte Markus Merschformann, der die DJM erstmals als Bundestrainer begleitete. „Alles lief reibungslos und stressfrei ab.“ Besonderes Lob zollte er dem Parcourschef, dem es gelungen war – „Zufall, oder nicht“ – exakt drei Paare bei den Ponys und Children im Stechen zu haben. Bei den Junioren und Jungen Reiter war dies überflüssig, denn durch das Zeitspringen kamen alle Teilnehmer mit unterschiedlicher Punktzahl ins Finale. Dennoch wurde es auch hier noch einmal hochspannend. So verdrängten bei den Junioren am Ende gleich drei Holsteiner die übrigen Starter von den Podestplätzen. Mit Doppel-Null im Finale und einem Endstand von 4,05 Strafpunkten setzte sich Theresa Ripke mit Calmado vor ihre Landsfrau Teike Carstensen mit Cara Mi und Jesse Luther mit Tibro.

Waren es bei den Junioren die Schleswig-Holsteiner, so gaben bei den Jungen Reitern die Reiter aus Weser-Ems den Ton an, allen voran Guido Klatte jun. (Lastrup). Bereits im vergangenen Jahr hatte er mit seinem Hengst Cornet’s Prinz zwei Prüfungen gewonnen, war am Ende aber Zweiter hinter Kaya Lüthi geworden. In diesem Jahr nahm er einen neuen Anlauf, ging mit nur 2,39 Strafpunkten als Führender und Letzter an den Start und sicherte sich trotz eines Abwurfs den Titel. „Ich habe erst gedacht, ich wäre Zweiter. Ich wusste gar nicht, dass ich einen Abwurf gut hatte“, der erst allmählich realisierte, dass er Deutscher Meister geworden war. Auf dem Silberrang landete mit einem Endstand von 7,37 Strafpunkten Mannschafts-Europameister Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Cooper. Den Weser-Emser Erfolg komplettierte seine Teamkollegin Laura Klaphake mit Ninfrane de Kreisker, die als Siegerin der ersten Wertungsprüfung die DJM mit acht Strafpunkten beendete.

Sönke Rothenberger bei den Jungen Reitern Dressur vorne
Für die Dressurprüfungen wurde im Frühjahr ein komplett neues Stadion angelegt, das bereits beim bekannten Zeiskamer Pfingstturnier – als Springplatz - seine Feuertaufe bestand. Eingeweiht wurde es von den Jungen Reiter, die am Freitag den Anfang und am Sonntag den Abschluss bildeten. Den Ton gab in dieser Altersklasse wie schon beim Preis der Besten Sönke Rothenberger mit Cosmo an. Und auch in Zeiskam war er derjenige unter den Teilnehmern, der zwischen beiden Plätzen hin- und hereilte, denn er nahm auch an den Springprüfungen teil, wo er einen zwölften Platz belegte. Auf dem Viereck war er mit einem Gesamtergebnis von 235,025 Punkten uneinholbar. Silber ging mit 221,439 an die Doppel-Silbermedaillengewinnerin der EM Arezzo, Lisa Marie Klössinger (Aicha) mit FBW Daktari. Sie hatte in der ersten Prüfung kleine Probleme mit der „Guckigkeit“ ihres Pferdes. „Das hat er schon einmal, dass er sich daran stört, wenn da einzelne Dinge am Viereckrand stehen. Schade, dass es ausgerechnet bei meinem letzten St. Georges passiert ist“, sagte die Schülerin von Mannschafts-Olympiasiegerin Ulla Salzgeber, deren nächstes Ziel nun Piaff-Förderpreis heißt. Auf dem dritten Platz reihte sich Bianca Nowag (Ostbevern) mit Fair Play RB mit einem Endstand von 219,698 Punkten ein.

Maike Mende ist die Pony-Hoffnung in der Dressur
Neue Deutsche Meisterin der Ponydressurreiter ist Maike Mende (Nordwalde). Vom ersten Tag an gab die Schülerin von Helen Langehanenberg mit Desert Rose auf dem Viereck den Ton an und erzielte in der Kür sogar 82,575 Punkte. Anders als in Millstreet konnte die 16-Jährige das Potenzial ihrer Stute Desert Rose in Zeiskam voll zur Geltung bringen. „Bei der Euro war sie unheimlich rossig und einfach nicht bei der Sache“, sagte sie. Desert Rose, die dreijährig Bundeschampionesse war und danach zwei Fohlen brachte, wurde ihr zur Verfügung gestellt, ebenso wie vier weitere Ponys, die sie für Züchter und Besitzer auf die DKB-Bundeschampionate vorbereiten soll. „Vor allem jetzt in den Sommerferien geht das gut“, sagt die frisch gebackene Deutsche Meisterin, die ab Herbst die Wirtschaftsschule besucht. Am Ende sammelten sich 236,308 Punkte auf ihrem DM-Konto an. Silber ging an Titelverteidigerin Semmieke Rothenberger, die in Zeiskam allerdings Golden Girl und nicht ihren dreifachen Europameister Deinhard B gesattelt hatte (231,38). Der dritte Platz blieb zur Freude der Gastgeber bei Raphael Netz mit Schierensee’s Don’t do it in Rheinland-Pfalz (217,594). Der einzige Junge im 41 Paare zählenden Starterfeld rückte nach vorn, da überraschend sowohl die zwei Mal drittplatzierte Lea Nehls (Berlin) mit DSP De Long, als auch die bis zur Kür viertplatzierte Celine König mit Daddy’s Daydream einen echten Einbruch erlitten und im Klassement deutlich zurückfielen. Ein etwas enttäuschendes Ende für die beiden, für die ebenso wie für Maike Mende in diesem Jahr die Ponyzeit zu Ende geht. „Im kommenden Jahr werden die Karten völlig neu gemischt, wir werden uns erst wieder ein schlagkräftiges Team aufbauen müssen“, sagte Bundestrainerin Conny Endres.

Für die Überraschung bei den Junioren sorgte Rothenbergers Schwester Semmieke. Parallel zur Ponytour stellte sie in Zeiskam erstmals ihre Neuerwerbung Geisha vor und knüpfte mit der zwölfjährigen Gribaldi-Tochter, die mit der Dänin Victoria Vallentin in diesem Frühjahr noch bei den Future Champions in Hagen siegreich war, nahtlos an ihre Erfolge im Ponylager an. An den ersten beiden Tagen noch jeweils Dritte, wusste sie in der Kür noch so zu punkten, dass es zur zweiten Silbermedaille an diesem Wochenende reichte. Mit 224,381 Punkten verwies sie Jessica Krieg (Heinsberg) mit Revers Side mit 222,945 Punkten auf den Bronzerang. An der Spitze allerdings ließ Anna-Christina Abbelen (Kempen) mit Fürst on Tour nichts anbrennen. Mit 239,789 Punkten krönte die 17-Jährige nach dem Sieg beim Preis der Besten und Triple-Gold bei den Europameisterschaften mit Fürst on Tour ihr letztes und erfolgreichstes Junioren-Jahr auch mit dem nationalen Titel.


17.08.2014
(FN-Aktuell)

Tim Rieskamp-Goederking Zweiter in Ommen
 
Ommen/Niederlande - Der Steinhagener Tim Rieskamp-Goedeking verpasste im Großen Preis beim Internationalen Springturnier (CSI***) im niederländischen Ommen um ganze 13 hundertstel Sekunden den Sieg. Mit seinem neunjährigen Oldenburger Wallach Lautermann(v. Lauterbach) sah der 31-Jährige im Stechen um den Großen Preis mit einer fehlerfreien Runde in 38,02 Sekunden das Ziel. Besser war lediglich der Niederländer Jesper Romp, der mit Balouska eine Nullrunde in 37,89 Sekunden ablieferte.

Mit seinem couragierten Ritt verwies Rieskamp-Goedeking Gerco Schröder (Niederlande) mit Cognac Champblanc auf Platz drei (null Strafpunkte in 38,28 Sekunden). Rieskamp-Goedeking beweist zur Zeit eine ausgezeichnete Form. Der zweifache Champion der Berufsreiter Springen gewann am vergangenen Wochenende beim internationalen Turnier der Sieger in Münster gleich zwei Springprüfungen. Zweitbester Deutscher im Großen Preis von Ommen war Tim Hoster (Korschenbroich), der mit seinem Wallach Quality nach zwei Abwürfen im Stechen Platz zwölf belegte.


17.08.2014
(FN-Aktuell)

Carsten-Otto Nagel auf dem Dobrock erfolgreich
 
Wingst - Jubel bei Reitern, Zuschauern und Organisatoren. Als letzter Reiter im Stechen hatte der sympathische Springreiter aus Schleswig-Holstein nur noch die Chance sich selbst zu besiegen. Denn der noch amtierende Weltmeister Carsten-Otto Nagel schaffte den Einzug ins Stechen im Großen Preis auf dem Dobrock gleich mit zwei Pferden. Am Ende war Nagel mit dem 14-jährigen Oldenburger Hengst Lex Lugar in 41.13 Sekunden der Schnellste und gewann den Großen Preis des Landkreises Cuxhaven und der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln. Platz Zwei belegte Peter Korn-Finke mit der Holsteiner Stute Calistra und Rang Drei blieb für Jonas Vervoort mit dem holsteinischen Hengst Diarado. Etwa 3000 Zuschauer verfolgten am Schlusstag die Springprüfung der Klasse St.***.

Nr. 3 Springprüfung Kl. S*** - Großer Preis – Preis des Landkreises Cuxhaven und der Kreissparkasse Wesermünde
1. Carsten-Otto Nagel mit Lex Lugar - 0/41.13
2. Peter Korn-Finke mit Calistra - 0/43,33
3. Joans Vervoort mit Diarado - 0/43,76


17.08.2014
(Pressemitteilung)

      
Carsten-Otto Nagel war mit Lex Lugar nicht zu schlagen (Foto: Stroscher)

Sportdirektor mit internationalem Colorit – Tjark Nagel
 
Allersehl - Tjark Nagel – einst als Teufelsreiter aus Dithmarschen tituliert – ist als Springreiter international bekannt und trat in seiner aktiven Zeit selbst in Allersehl im Parcours an. Der 61-jährige wurde von den Veranstaltern des internationalen Pferdesportfestivals Niedersachsen (20. – 24.August 2014) als Sportdirektor eingebunden. Nagel hat früher Weltcup-Finals bestritten, war Reserve der Olympia-Equipe 1992 und bestritt etliche Nationenpreise für Deutschland. Seit 2007 arbeitet er als Trainer.

Seit wann kennt Tjark Nagel das Turnier in Allersehl?
Nagel: „Ich war selbst ein paar Mal als Teilnehmer da, das ist schon ewig her und vor etlichen Jahren habe ich hier auch einen Lehrgang gegeben. Daher kenne ich auch Holger Bock.“

Jetzt sind Sie Sportdirektor…
Nagel (lacht): „Ich bin beim Bockbieranstich in Wittingen dazu überredet worden. Das muss man mal klar sagen. Ich glaube um Sieben Uhr abends stand man auf den Bänken, um zehn vermutlich auf den Tischen. Jedenfalls bin ich nun Sportdirektor.“

Welche Aufgaben hat ein Sportdirektor?
Nagel: „Grundsätzlich brauchen die mich eigentlich gar nicht. Die Mannschaft um Holger Bock herum ist so gut und hat so viel Erfahrung – das ist ja nun nicht das erste Turnier – die können das. Meine Aufgabe ist es, sowohl für die Reiter, als auch für den Veranstalter ansprechbar zu sein. Es gibt immer mal Details, die diskutiert werden müssen und da habe ich genug internationale Erfahrung. Es geht aber auch darum, die gesellschaftlichen Belange beim Turnier zu unterstützen und ich kann auch als Richter eingesetzt werden. Hab ich schon gesagt - dass ich ja auch bei den Springpferdeprüfungen richten kann.“

Freut sich Tjark Nagel auf das erste internationale Turnier in Allersehl?
Nagel: „Ja absolut – guter Sport wird es, gute Stimmung ist dort sowieso und wenn wir noch gutes Wetter haben, ist es perfekt. Die Ausschreibung ist gut, die passt auch für die Profis.“
Das internationale Pferdesportfestival Niedersachsen in Allersehl lockt vom 20. bis 24. August Reiterinnen und Reiter aus ganz Europa und sogar den USA nach Allersehl. Tickets für das erste CSI gibt es noch online unter www.ticketmaster.de. Das Pferdesportfestival im Internet: www.pferdesportfestival-niedersachsen.de. Dort ist auch eine Übersicht mit allen Vorverkaufsstellen verfügbar. Und dort läuft auch der Internetlivestream von Mittwoch bis Sonntag.


17.08.2014
(comtainment GmbH)

Fahren: Einspännerfahrer Klaus Tebbe gewinnt letzte WM-Sichtung
Teilnehmer für die WM in Ungarn nominiert

 
Drebkau - Einspännerfahrer Klaus Tebbe ist der Sieger der letzten Sichtung für die Weltmeisterschaften am letzten September-Wochenende in Izsak/Ungarn. Der Neuenkirchener wurde ebenso wie Marion Fallak (Nägelstedt), Philipp Faißt (Lahr) und Dieter Lauterbach (Dillenburg) für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften nominiert.

Die letzte WM-Sichtung fand im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der Zweispänner Pferde und Ponys in Drebkau in der Nähe von Cottbus statt. 34 Fahrerinnen und Fahrer gingen an den Start, auch Teilnehmer aus den skandinavischen Ländern, der Schweiz, Tschechien, Lettland, Luxemburg und sogar Australien nutzten die Gelegenheit zu einer Formüberprüfung auf dem Weg zur WM. In der Dressur waren die amtierenden Deutschen Meister, Philipp Faißt und seine KWPN-Stute Ann in Time G.W. wie schon in Dillenburg und Grumbach nicht zu schlagen. Allerdings fiel der Sieg nicht ganz so eindeutig aus wie sonst: Nur drei der fünf Richter sahen das Gespann auf Platz eins, einer auf Platz fünf und einer gar auf Rang 14. 44,80 Punkte kamen auf diese Weise zusammen. Knapp hinter Faißt rangierte Detlef Böhlmann (Estetal) mit Woody (Hannoveraner v. Wordly I) und 44,83 Punkten auf Rang zwei. Platz drei ging an den ältesten Teilnehmer im Feld, den 72-jährigen Heinz Künstler aus Grefrath mit Ragando (Hannoveraner v. Rotspon). Auf Platz vier folgten Hans-Stefan Ceelen (Waldeck) und Waluiki (Oldenburger v. Weltissimo), Marlen Fallak (Nägelstedt) und Tessa TSF (v. Valerius) wurden Fünfte, die späteren Gesamtsieger, Tebbe und Falko (Westfale v. Ferro’s Sohn), Sechste.

Mit einer Glanzleistung im Gelände katapultierten sich zunächst Marlen Fallak und Tessa TSF an die Spitze des Teilnehmerfeldes. 68,11 Punkte lautete das Ergebnis für das Paar, das 2009 das Bundeschampionat in Moritzburg gewann. Mit 0,8 Punkten mehr kamen Oevind Mikkelsen (NOR) und Tiger Hedegaard ins Ziel. Klaus Tebbe und Falko machten mit Platz drei und 71,07 Punkten zwei Plätze in der Zwischenwertung gut. Vierte der Marathonfahrt wurden Jessica Wächter (Neu-Isenburg) und Lady Sunshine, Fünfte Claudia Lauterbach (Dillenburg) und FST Velten. Ehemann Dieter Lauterbach war in Drebkau nicht am Start. Nicht ganz rund lief es für Faißt und Ann in Time (Rang zwölf), die Beiden büßten im Gelände Punkte ein, belegten aber in der Kombi immer noch Rang zwei. „Federn lassen“ mussten im Marathon auch Detlef Böhlmann (Rang 27), Hans-Stefan Ceelen (Rang 18) und Heinz Künstler (Rang 24).

Im Kegelparcours gab es lediglich fünf fehlerfreie Runden. Eine davon gelang Klaus Tebbe und Falko, die sich damit den Gesamtsieg sichern konnten. Philipp Faißt hielt mit einem Abwurf Rang zwei, Marlen Fallak fiel mit zwei Abwürfen auf Platz drei zurück. Ohne Fehler konnte auch Hans-Stefan Ceelen wieder Plätze gut machen, er wurde am Ende Vierter vor Oevind Mikkelsen. Den Sieg im Hindernisfahren holte sich die Dänin Ane Wieder mit Egelund Meteor vor Marie Tischer (Neu-Isenburg) mit Dreamgirl und Lokalmatador Lars Krüger mit Effekt. FN/Birgit Springmann


17.08.2014
(fn-press)

Ann-Cathrin Rieg gewinnt zweites Bundesnachwuchschampionat
Silber für Annika Rühl , Bronze für Fabienne Schlösser

 
Zeiskam - Die Siegerin im Bundesnachwuchschampionat heißt Ann-Cathrin Rieg und kommt aus Schwäbisch Gmünd. Zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn beim Pony-Nachwuchschampionat in Verden wiederholte die Baden-Württembergerin diesen Erfolg jetzt im Rahmen der DJM in Zeiskam auf Pferden. Im Finale mit Pferdewechsel verwies sie die Siegerin der beiden Qualifikationsprüfungen, Annika Rühl, auf Platz zwei. Dritte wurde Fabienne Schlösser aus dem bayerischen Berg.

„Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Ich habe mir vorher einfach angeschaut, wie die anderen das machen, mit welcher Technik sie reiten“, sagte die 14-jährige Siegerin. Routine in verschiedenen Sätteln bringt sie jedoch mit, denn neben ihrem eigenen Pferd, dem achtjährigen niederländischen Fuchshengst Bendix (v. Contango) reitet sie noch mehrere Ponys. Darunter auch den Fuchs Lawn Hill, mit dem sie 2012 in Verden Bundesnachwuchschampionesse wurde und mit dem sie parallel auch bei den DJM startete. Den Grundstock für ihren aktuellen Sieg legte sie bereits mit ihrem ersten Ritt mit Bendix, für den die Richter auf Anhieb die höchste Note des Finales vergaben, eine 8,9. Dazu kam zwei Mal die 8,4 für die Vorstellung der Pferde ihrer beiden Mitbewerberinnen, so dass am Ende 25,7 Punkte heraussprangen.

Nicht ganz so glücklich begann der Sonntagmorgen für Annika Rühl. Zwar gefiel den Richtern wie schon an den Vortagen das „gefühlvolle, aber vor allem effektive und energische Reiten", doch gab es einen Punkteabzug für ein Verreiten: 8,3. Die 16-jährige Rheinländerin ist eine entfernte Verwandte von Reitmeister Johann Hinnemann, von dem sie bereits als Zehnjährige ihr erstes Pony bekam. Sie startete mit der zwölfjährigen Westfalenstute Fidelia (v. Feinsinn), die 2008 mit Peter Teeuwen am Springpferde-Bundeschampionat teilnahm und aktuell bis M** in der Dressur platziert ist. Für den Ritt mit Riegs Bendix gab es die 8,4, besonders jedoch überzeugte die Richter Rühls letzter Auftritt mit der sechsjährigen Bayernstute Emilie (v. Fürst Piccolo) von Fabienne Schlösser. Dafür gab es die 8,7. In der Summe - 25,4 – reichte das allerdings nicht aus, um noch an Rieg vorbeizuziehen.

Die hohe Qualität des Bundesnachwuchschampionats spiegelte sich auch in den Ritten der dritten Finalteilnehmerin, Fabienne Schlösser wider. Auch sie blieb bei keinem Ritt unter der Note 8 und hatte am Ende 24,3 Punkte auf dem Konto. Großes Lob zollte Kommentatorin Ann-Kathrin Linsenhoff daher nicht nur den drei Finalistinnen, sondern auch den Ausbildern für die „drei sehr gut ausgebildeten Pferde, die das Finale mit Pferdewechsel sehr gut mitgemacht haben.“ Den Sonderpreis für den Sieger-Ausbilder durfte Holger Schulze in Empfang nehmen.

„Das Bundesnachwuchschampionat hat sich zu einem echten Karriere-Sprungbrett entwickelt“, zog der zuständige Bundestrainer Oliver Oelrich sein Fazit über die Veranstaltung. So wurden in den vergangenen Jahren die Anforderungen von A auf L-Niveau erhöht und die Ritte aufs 20 mal 60 große Viereck verlegt. „Dadurch wird der Übergang zu den Junioren erleichtert“, sagt Oelrich, „aber auch durch die bessere Qualität der Pferde.“ Das Ergebnis ist bereits erkennbar, denn mehr als ein Fünftel des aktuellen Juniorenstarterfeldes Jahrgangs in Zeiskam bestand aus ehemaligen Bundesnachwuchschampionatsteilnehmern, „Und auch aus diesem Jahrgang haben etliche die Perspektive den nächsten Schritt zu machen“, so Oelrich.


17.08.2014
(fn-press)

London: Ludger Beerbaum verpasst knapp den Sieg
Scott Brash gewinnt elfte Etappe der Global Champions Tour

 
London/GBR - Ludger Beerbaum (Riesenbeck) verpasste in der elften Etappe der Global Champions Tour beim Internationalen Springturnier (CSI*****) in London nur knapp den Sieg.

Mit seinem zehnjährigen Hengst Zidane lieferte Beerbaum im Stechen, das lediglich fünf Paare erreichen konnten, eine fehlerfreie Runde in 43,85 Sekunden ab. Besser war lediglich der Brite Scott Brash mit Hello Sanctos, der zur Freude seiner Landsleute den Parcours ohne Strafpunkte in 38,54 Sekunden beendete. Während Brash für seinen Sieg nicht weniger als 148.500 Euro kassierte, konnte sich Beerbaum mit einer Prämie von 90.000 Euro über den knapp verpassten Sieg hinwegtrösten.

Platz drei ging an den Niederländer Maikel van der Vleuten, der mit VDL Groep Verdi Tn N.O.P. einen Abwurf in der Zeit von 41,76 Sekunden kassierte. Zweitbester deutscher Reiter war Daniel Deusser. Der im belgischen Mechelen lebende Deutsche Meister hatte mit First Class van Eeckelghem im zweiten Umlauf einen Abwurf in 68,02 Sekunden zu verzeichnen, was ihm Platz neun bescherte.

In der Gesamtwertung der Global Champions Tour führt nach elf von 14 Etappen weiterhin Rolf-Göran Bengtsson (Schweden), der über 221 Punkte verfügt. Mit jeweils 201 Punkten rangieren der für Ludger Beerbaum reitende Hendrik von Eckermann (Schweden) sowie Edwina Tops-Alexander (Australien) auf Platz zwei. Bester Deutscher ist Ludger Beerbaum mit 196 Punkten auf Platz vier. Achter ist Daniel Deusser mit 160 Punkten. Platz elf hält Christian Ahlmann (Marl) mit 123 Punkten. 97 Punkte bedeuten für Marcus Ehning (Borken) Rang 20.


17.08.2014
(fn-press)

Highlight Barrierespringen: Christian Glienewinkel hat den Durchblick bei Dunkelheit
 
Dobrock - Der dritte Veranstaltungstag auf dem Dobrock endete wieder erst kurz vor Mittenacht. Mit großen Applaus wurden die Reiter verabschiedet, denn Im Barrierenspringen schafften Christian Glienewinkel mit Professional Aircare und Meik Martens mit El Paso eine Höhe von 2,00 Meter. Und man hatte den Eindruck, dass es auch noch höher gegangen wäre, aber nach dem vierten Stechen ging es nicht weiter.

Über 3000 Zuschauer sahen vorher das zweite Springen der Großen Tour auch schon bei Flutlichtatmosphäre. Im Überflieger-Preis der Airbus Operations GmbH kamen acht Reiter ins Stechen, das Lennert Hausschild mit dem neunjährigen Wallach Ludwig’s Joker B gewann.

Die Entscheidungen im 8. Deister-Springpferde-Championat sind gefallen. Am Ende stellen drei deutsche Zuchtgebiete jeweils einen Sieger. Bei den Vierjährigen lag ein Hannoveraner vorn, bei den Fünfjährigen gewann ein Oldenburger und bei den Sechsjährigen siegte ein Holsteiner.

Marcel-Alexander Kettnaker mit Contento bei den vierjährigen vorne
Mit dem jungen Reiter Marcel-Alexander Kettnaker war der Hengst Contento v. Contender der Beste bei den vierjährigen Springpferden. Der Oldenburger Schimmelhengst Caroly v. Calido aus der Zucht von Dr. Corinna Kröly gewann mit Bastian Freese bei den Fünfjährigen. Und der schicke Rapphengst Sandokan v. Stakkato im Besitz von Paul Schockemöhle machte bei den Sechsjährigen die beste Figur, präsentiert von Mathis Schwentker.

Madelaine Kutscher gewinnt Quali für Warsteiner Reitsport Förderung
In den späten Vormittagsstunden standen gleich zwei anspruchsvolle Nachwuchsprüfungen auf dem Programm des Dobrock-Turniers. Zunächst konnten sich in einer Stilprüfung der Kl. L im Halbfinale der Warsteiner Reitsport Förderung zehn Reiter für das Finale qualifizieren. Strahlende Siegerin wurde mit einer Wertnote 8,4 Madelaine Kutscher mit Filou.

Die junge Reiterin vom RUFV Insterburg steuerte ihr Pony souverän durch den Springparcours. Noch etwas anspruchsvoller wurde es für die jungen Reittalente in einer Stilspringprüfung der Kl. M* in der Qualifikationsprüfung zum Hermann-Schridde-Gedächtnispreis 2014. Ole Klintworth mit seiner elfjährigen Holsteinerstute Chandra gewann mit einer Wertnote 8,0 und qualifizierte sich damit genauso wie die Zweitplatzierte Ann-Carolin Grotheer mit Conchettus für das Finale.


16.08.2014
(Pressemitteilung)

      
Christian Glienewinkel schafft die Barriere am besten bei Nacht (Foto: Stroscher)

Im Großen Steinfeld Derby 2014 strahlte Deutschland doppelt an der Spitze - Rüdiger Renner überholte Max Kühner im Stechen
 
Lake Arena - Samstag war Derby-Tag in der Lake Arena. Das war in den letzten Jahren schon so und setzte sich heuer unter regem Interesse fort. Aufgewertet wurde diese einzigartige, von allen Seiten so beliebte Prüfung seit der vergangenen Saison: Im Rahmen des Drei-Sterne-Events bekam dieser Finalbewerb der Mittleren Tour als Weltranglistenspringen eine noch höhere Wertigkeit und das machte die Prüfung mit seinen 22 Sprüngen und der ganz bunt aufgemachten Hindernisgestaltung noch interessanter und spektakulärer.

Während im letzten Jahr niemand das 1,45 Meter hohe Springen ohne Fehler bewältigte, war der Bann heuer gleich mit Startnummer sechs und sieben gebrochen: Da lieferten nämlich Kathrin Weinberger und Fabio Leivas da Costa unter riesengroßem Applaus zwei astreine Runden ab. Ihnen folgten bis zum Ende des Teilnehmerfeldes Max Kühner, Stefanie Bistan, Rüdiger Renner und Jürgen Stenfert.

Man staunte nicht schlecht als Kathrin Weinberger auf „Carrion de los Condes“ das Stechen eröffnete. Die couragierte Amazone hatte Mitte des Jahres den pfeilschnellen Schimmelwallach aus österreichischer Zucht von ihrem Lebensgefährten Mario Bichler übernommen und sprang seither von Spitzenergebnis zu Spitzenergebnis. Die Krönung der letzten Wochen und Monate durfte das so genial aufeinander eingespielte Duo im heutigen Weltranglistenspringen erleben: In perfekt gerittenen 42,04 Sekunden legte sie ihren Mitstreitern eine geniale Richtmarke vor, die bis zuletzt nur drei Kontrahenten unterbieten konnten. Max Kühner war einer davon. Der ehemalige deutsche Championatsreiter zog mit „Clooney 35“, einem schicken Nachkommen des Cardento x Voltaire, mit vollem Speed los und toppte die Zeit in 39,05 Sekunden. Angespornt von diesem Ergebnis riskierte als nächste Starterin Stefanie Bistan mit „Fanatiker vh Dingeshof“ enge Linien und riskante Wege, was mit 42,28 Sekunden und dem zweiten Zwischenrang belohnt wurde.

Doch das Endergebnis sollte sich mit Rüdiger Renner noch einmal drehen. Es war absolut der Tag des 45-jährigen Deutschen, der unter den lautstarken Anfeuerungsrufen seiner Anhänger zur Höchstform auflief. Im Sattel seines „Caspar 194“, der auf österreichischem Boden schon das eine oder andere Mal mit Spitzenplatzierungen entzückte, nahm er seinem Landsmann ein knappes Zehntel ab und holte sich in 38,96 Sekunden den verdienten Triumph im Großen Steinfeld Derby 2014.

Neben Stefanie Bistan am dritten und Kathrin Weinberger am vierten Rang holte sich auch Hugo Simon eine Platzierung. Er kassierte im Grundumlauf am Aussprung der Oxer-Oxer-Kombination, die direkt nach dem offenen Graben aufgebaut war, einen Pechfehler, wurde aber dank seiner schnellen Umlaufszeit Achter.

Doppelsieg für Maximiliane Ruppert in der Elite Tour Small
Das Zweiphasenspringen im Rahmen der Elite Tour Small war ihr wirklich gelegen: Maximiliane Ruppert trumpfte am Samstagvormittag im Doppelpack auf und kann nun getrost und mit viel Selbstvertrauen auf das morgige Finale blicken. Mit Startnummer eins legte sie auf der Landprinz-Tochter „Pippalotta“ eine beachtliche Vorlage von 35,86 Sekunden hin, die bis zum Schluss an der Spitze bleiben sollte. Als sie als letzte Starterin mit ihrem kompakten „Zauberwald Miracoulix“ in die Bahn galoppierte, stand also schon fest, dass ihr der Triumph sicher war. Die smarte Amazone wollte es aber noch einmal genau wissen und brauste mit dem Schimmelwallach couragiert los. Weder die erste noch die zweite Phase stellte ein Problem für sie dar und so übertrumpfte sie die aufgestellte Richtmarke um knapp zwei Sekunden und sicherte sich in 33,98 Sekunden den doppelten Erfolg.

Deutschland dominierte also diesen zweiten Teilbewerb, dafür gab Österreich vom dritten Platz ein ordentlich Lebenszeichen: Julia Strauss flog mit „Zisawald“ makellos über den gesamten Parcours und ergatterte in doppelnull gebliebenen 38,50 Sekunden einen Podestplatz. Ebenso komplett fehlerfrei gegangen war „Pellegrino 46“ unter seiner Reiter Julia Grünewald. In 42,99 Sekunden reichte es für den hervorragenden siebenten Rang.

Brasilia & Markus Saurugg! Die Gewinner des Ostarichi Championats der fünfjährigen Youngsters
Mit dem Titel Ostarichi Champion geehrt zu werden gleicht einer ganz besonderen Auszeichnung. Für die ambitionierten Nachwuchscracks stellte dieses einzigartige Finalspringen nämlich schon eine beachtliche Herausforderung dar: Sie mussten sowohl am Mittwoch als auch am heutigen Samstag beständige Ergebnisse über die zwei geforderten Runden abliefern und erst wer sich bis zuletzt beweisen konnte, durfte sich über den famosen Erfolg freuen.

Nachdem 13 an der Zahl mit komplett weißer Weste in den finalen Parcours einzogen, lichtete sich das Teilnehmerfeld auf lediglich fünf Doppelnuller, die sich im Stechen den Sieg untereinander ausmachten.

Die Entscheidung lief wie verhext ab, denn hier schaffte es niemand, ein weiteres Mal ohne Fehler zu bleiben. Entweder das zweite Stechhindernis, ein luftiger Steilsprung direkt neben dem Einlass, oder der Schlussoxer kam den Arrivierten in die Quere und so war die Zeit der allesentscheidende Faktor. Und da ließ ein siegessicherer Markus Saurugg nichts anbrennen. Der Steirer sattelte „Brasilia 6“, die er zum allerersten Mal am Turnier vorstellte – zuvor hatte sie mit Neffe Benjamin Saurugg Erfahrungen, Erfolge und Siege bis 1,20 Meter gesammelt. Die Vollschwester des imposanten „Aramis“, der erst vor kurzem den Besitzer wechselte, bestach mit einer überragenden Springmanier und Vorsicht an den Hindernissen und zeigte viel Vermögen und Übersicht im Parcours, sodass sie sich zu Recht den Triumph im Ostarichi Championat sicherte. Auf den Rängen zwei und drei platzierten sich Kevin Lemke mit „Chacc Ira“, die als Schlusspaar volles Risiko eingingen, und Luisa Himmelreich, die mit „Baldur 75“ Pech am letzten Hindernis hatte.

Markus Saurugg sattelte auch das beste sechsjährige Pferd – Casall-Tochter machte das Rennen im Ostarichi Championat
Von den 13 in der ersten Runde fehlerfrei gebliebenen ReiterInnen der sechsjährigen Youngster Tour meisterten acht den technisch anspruchsvollen finalen Umlauf abermals ohne weitere Strafpunkte und lösten somit das ersehnte Ticket für die Entscheidung. Die Qualität des Teilnehmerfeldes war enorm und so scharrten mit „Austria 2“ (Markus Saurugg), „Dilona“ (Amber Fijen) und „Cascajo 3“ (Oliver Lemmer) nicht weniger als drei ehemalige Finalsieger in den Startlöchern. Darüber hinaus sattelten auch Alexandra Fricker, Kamil Papousek, Marcel Wolf, Karel Polak und Christian Hess ihre besten Nachwuchscracks, was für ein spannendes Stechen garantierte.

Bereits mit Startnummer zwei hatte das letztwöchige Finalsiegerpaar, Oliver Lemmer und „Cascajo 3“, in 45,80 Sekunden die glasklare Führung übernommen. Der Deutsche spielte dabei geschickt die Klasse seines auffällig bunt gefärbten Cristo-Sohns aus und behielt in 45,80 Sekunden beharrlich den vorläufigen ersten Platz. Doch diesen wollte sich jedoch unbedingt Markus Saurugg sichern. Als Schlussreiter kam er in den Parcours und galt mit seiner Holsteinerstute „Austria 2“ zu den ganz großen Favoriten. Kein Wunder, denn die Casall-Tochter, die seit Anbeginn ihrer Laufbahn bestens auf ihren Reiter eingestellt ist, lief hier in der Lake Arena schon des Öfteren zur Höchstform auf und demonstrierte uns im heutigen Ostarichi Championat eine Stechrunde par excellence: Von der Startlinie weg gab es kein Halten mehr und ohne auch nur einmal zu zögern brauste das geniale Duo über den 1,30 Meter hohen Stechparcours. Knapp zwei Sekunden nahmen sie ihrem deutschen Kontrahenten ab und somit durfte sich unser rot-weiß-roter WM-Reiter mit der zweiten Siegerdecke und Schärpe auszeichnen lassen. Hinter dem Zweitplatzierten reihte sich seine Lebensgefährtin Alexandra Fricker ein, die mit ihrem bildhübschen Oldenburger „Corall“ ebenso fehlerfrei blieb (51,43 Sekunden).

Youngster Tour Finale der Siebenjährigen ohne Stechen entschieden – Chac Balou N kürte sich zum Ostarichi Champion
Ganz schön gedreht hatte sich der Ausgang des Ostarichi Championats der siebenjährigen Pferde, denn die finale Runde bot alle Tücken, die ein Springen vorweisen kann: Eine zwei- und eine dreifache Kombination, selektive Linien und ein offener Wassergraben, dem auf der Schlusslinie ein luftiger Steilsprung folgte. Nach einem sehenswerten Umlauf stand fest, dass nur ein einziges Teilnehmerpaar sowohl in der ersten Runde am Mittwoch als auch im finalen samstägigen Umlauf fehlerfrei geblieben war: Clarissa Crotta und ihr in Oldenburg gezogener Chacco-Blue-Balou du Rouet-Sohn „Chac Balou N“ brillierten im 1,40 Meter hohen Parcours im höchsten Maße und ließen sich bei der Siegerehrung lautstark feiern. Kathrin Müller bewies in dieser Prüfung wie schon so oft, dass sie nicht nur ein glückliches Händchen für junge Pferde hat, sondern auch über viel Geschick und Talent verfügt und im Parcours mit einer gefühlvollen Art und Weise besticht: Die Stilistin aus Deutschland stellte ja im vergangenen Jahr mit „Cornetta 24“ das Siegerpferd des Ostarichi Championats und reihte sich heute mit der nächsten talentierten Nachwuchsstute „Carlotta 168“ ganz vorne in der Klassierung ein: Mit lediglich einem einzigen Strafpunkt sicherten sie sich den sensationellen zweiten Platz und belegten so, dass man mit ihnen in Zukunft sicherlich noch des Öfteren rechnen muss. Rang drei ging nochmals an die Siegerin, die auf „Cistria“ insgesamt fünf Fehlerpunkte sammelte.

Premium Tour Finale powered by TRIO Leuchten – Nasser Al Ghazali bestach einmal mehr on Top
Licht an und Parcours frei! So lautete die Devise im Finalspringen der Premium Tour powered by TRIO Leuchten. Waren es die Abmessungen von doch schon stattlichen 1,40 Meter, oder die zum Teil gefinkelten Linien? Auf jeden Fall konnte nur ein Bruchteil den Sprung ins Stechen schaffen, wo sich ein sensationeller Nasser Al Ghazali gegen seine fünf Mitstreiter durchsetzte. Der Name ist uns mittlerweile in der Lake Arena schon geläufig, denn der exzellente Reiter aus Katar zeichnete sich ja bereits im VHA Championat, dem ersten von drei Weltranglistenspringen, mit einem Triumph aus und zeigte, dass man ihn auf jeden Fall auf der Rechnung haben musste. So wie heute, wo er gemeinsam mit „Viking D“ seinen Kontrahenten das Füchten lehrte und knapp fünf Sekunden herausholte. Elian Baumann trumpfte mit einer grandiosen Nullrunde auf und sicherte sich den verdienten zweiten Platz. Rang drei ging an Alexandra Fricker, die zwar am letzten Oxer einen ärgerlichen Abwurf kassierte, sich aber dafür über beständige Resultate freuen durfte, denn „Luke 120“ bewies ja letzte Woche schon mit Platz zwei sein Können im Flutlichtspringen.

Ergebnisse auf www.reitergebnisse.at
News auf www.pferdenews.eu
Infos auf www.lake-arena.at


16.08.2014
(Pferdenews)

      
Sieger im Großen Steinfeld Derby: Rüdiger Renner (Foto: Sibil Slejko)

Fly fliegt den anderen Hannoveraner Fohlen davon
 
Verden - 147 Fohlen standen im Angebot der 40. Elite Fohlen- und Zuchtstuten-Auktion in Verden. Zur Preisspitze avancierte der bewegungsstarke Fly vom Bundeschampion Franziskus, der für 32.000 Euro versteigert wurde. Halbbruder Freak Blue war Kunden 31.000 Euro wert.

Eröffnet wurde die 40. Elite Fohlen- und Zuchtstuten-Auktion vom amtierenden Bundeschampion Franziskus mit seiner Reiterin, der Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke. Die Reitmeisterin präsentierte den sechsjährigen Hengst in herrlicher Manier – erst vor wenigen Tagen trat der Hengst bei der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde an. Für 32.000 Euro sicherte sich der Klosterhof Medingen Preisspitze Fly v. Franziskus/Contendro (Z. u. Ausst.: Rita u. Otto Sölzer, Fritzlar-Werkel). Der typstarke schwarzbraune Hengst hat die Kennerblicke bereits häufig auf sich gezogen, so belegte der bewegungsstarke junge Sportler beim deutschen Fohlenchampionat in Lienen den dritten Platz. Fast genau so viel wie Fly kostete Freak Blue: Ebenfalls v. Franziskus aus einer Sorento-Mutter abstammend (Z. u. Ausst.: Stefan Hermann, Northeim-Imbshausen) wurde der junge Athlet für 31.000 Euro nach Niedersachsen versteigert. Teuerstes Springfohlen war Locke Lordanos v. Lordanos/Goldfever (Z. u. Ausst.: Ernst Stahlhut, Stadthagen). Für 17.000 Euro fand das junge Talent in Frankreich ein neues Zuhause. „Ich freue mich besonders, dass die Springpferdezüchter mit internationalen Anpaarungen die Kollektion bereichert haben“, erklärte Zuchtleiter Dr. Werner Schade. Im Durchschnitt legten die Käufer für die Fohlen 8.368 Euro an, knapp 2.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. 48 Fohlen ersteigerte das Ausland, mit sieben Einkäufen führen die USA die Statistik an, es folgen mit sechs ersteigerten Fohlen die Niederlande vor Griechenland, Italien und Russland mit jeweils fünf Einkäufen.

Im Lot der zehn Zuchtstuten war Hann.Pr.A. Saphira die Nummer eins und so wurde sie auch bezahlt: Kunden aus Neuseeland ersteigerten die Rappstute v. Soliman de Hus/Wesley (Z. u. Ausst.: Detlef Ruddat, Kirchlinteln), die tragend von Damon Hill ist, für 48.000 Euro. Ihre Vollschwester wurde im vergangenen Jahr als bestbezahlteste Zuchtstute nach Italien verkauft. Im Durchschnitt kosteten die neun Stuten 17.888 Euro, sechs von ihnen bleiben in Deutschland, drei wurden ins Ausland versteigert.


16.08.2014
(Hannoveraner Verband)

EM Junioren Vielseitigkeit: Deutsche Mannschaft übernimmt Führung
 
Bishop Burton/Grossbritannien - Gute Neuigkeiten von den Junioren-Europameisterschaften Vielseitigkeit im britischen Bishop Burton: Nach den ersten beiden Teilprüfungen, Dressur und Geländeritt, hat die deutsche Mannschaft mit nur 139,2 Minuspunkten die Führung vor Irland mit 149,1 und Großbritannien mit 162,1 Zählern übernommen.

Zunächst bewiesen die beiden EM-erfahrenen Reiter, Rebbeca Juana Gerken (Rümpel) und Scipio und Flora Reemtsma (Groß-Walmstorf) mit Ikarosz, dass sich der Kurs in Bishop Burton gut reiten ließ. Beide kamen ohne Hindernis- und Zeitfehler ins Ziel. Die erlaubte Zeit einzuhalten, erwies sich allerdings als schwierig. Nicht nur wegen des hügeligen Terrains und der ständig bergauf und bergab führenden Strecke, sondern auch weil viele der 76 Teilnehmer an der Hinderniskombination 15a/b die längere, aber sichere Option wählten. So kam nicht nur Hanna Knüppel (Kisdorf) mit Carismo, sondern auch der nach Dressur führende deutsche Schlussreiter Jerome Robiné mit Quaddeldou R ohne Hindernisfehler, aber etwas zu langsam im Ziel. Mit seiner souveränen Runde sicherte der Darmstädter seinem Team die Spitzenposition, fiel aber selbst in der Einzelwertung auf den vierten Platz zurück. Mit 43,8 Minuspunkten liegt er damit einen Platz vor Rebecca Gerken (43,5).

Etwas Pech im Gelände hatte lediglich Einzelreiter Kai Ruggaber (Reutlingen), der mit Carnamoyle einen Vorbeiläufer hinnehmen musste. Von Anfang an hervorragend lief es dagegen für die zweite deutsche Einzelreiterin, Tina Krüger mit der achtjährigen Rheinländer Fuchsstute Dolce Mia. Die 17-Jährige aus dem bayerischen Fahrenzhausen belegt Platz zwei im Zwischenstand. Sie brachte ihrer Dressurergebnis von 41,5 Minuspunkten unbeschadet ins Ziel, so dass sie vor dem abschließenden Springen nur 0,3 Strafpunkte von der aktuellen Nummer eins, der Britin Ann Wilks mit Touch of Pleasure, trennen.


16.08.2014
(FN-Aktuell)